Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida
Pflanzen in Costa Rica

Kapitel 3: Pflanzen

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Ordnung Nelkenartige

 

Ordnung Gunnerales (z: B. Mammutblatt - Gunnera manicata)

Ordnung Nelkenartige -  Caryophyllales

Familie Wunderblumengewächse -  Nyctaginacea

Bougainvilliea

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Der Name Bougainvilliea ist einem Franzosen zu verdanken. Der Entdecker der Pflanze war auf dem Schiff des Admiral Louis Antonie Comte de Bougainville (1729 - 17699), mit dem er nach Brasilien segelte. Ob der Herr gleich alle 18 Arten gefunden hat?

Drei Blüten, umgeben von drei Hochblättern, kräftige Dornen an ununterbrochen wachsenden langen, grünen Sprossen - hat man in den Tropen die Bougainvillea als Hecke, gibt es viel Arbeit. Wenn man sich umdreht, sind die Dinger schon wieder gewachsen...

Bougainvillia kann bis 25 Meter hoch in Bäume ranken.

Die Aufnahmen sind alle aus Costa Rica. Meist standen sie als undurchdringlliche Hecken und fast unheimlicher Wachstumskraft an den Gärten, waren also angepflanzt. Es gibt sie in vielen Farben.

Wunderblume -  Mirbilis japapa

Über diese Blume kann man sich wirklich wundern. Die Blüten gehen erst kurz vor Sonnenuntergang auf (engl. "Four-o´clock") und aus den kleinen, 6 - 10 mm großen runzligen Samen, die wie winzige Handgranaten aussehen, geht eine unheimliche Wuchskraft hervor.

Celosie- Celosia argentea

Familie Knöterichgewächse -  Polygonaceae

Mexikanischer Knöterich -  Antigonon leptopus

Ordnung  Gunnerales

Familie Gunneraceae

Mammutblatt - Gunnera insignis

Es ist nur eine kleine Ordnung innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen mit nur zwei Familien. Die haben jeweils auch nur eine einzige Gattung.

 

Die Familie hier hat nicht einmal einen deutschen Namen, heißt nur Guneraceae. Sie hat aber  zwischen 40 und 50 Arten.

 

Zwischen dem Süden Nicaraguas und dem Norden Panamas kommt nur die hier gezeigte Art des Mammutblattes Guennera insignis vor. Und das nur in den Bergen um 2000 m wo es feucht ist.

 

In den vier Jahren in Nicaragua kam mir aber diese außergewöhnliche Pflanze nie vor die Linse. Die Aussage in Wikipedia stimmt skeptisch, denn der höchste Berg im Land ist nicht mal 1800 m hoch und im Süden gibt es nur den Vulcán Concepción (1117m) auf der Insel Oemetepe im Nicaraguasee. Für mich der schönste je gesehene Vulkan auf der Welt.

 

Alle Bilder sind vom Vulcán Poás.  Der ist 2708 m hoch. oft ist man hier oben in den Las Nubes, in den Wolken.

 

Wenn der Passat dann scharf vom Atlantik weht, kommen feinste Wasserpartikel waagerecht angeflogen, feiner als jeder Regen. Die Leute hier oben sagen dann „Esta juviendo pello de gato“ - es regnet Katzenhaare. Nur an wenigen Tagen im Jahr soll man den Atlantik und den Pazifik gleichzeitig sehen können.

 

Hier oben gibt es das Mammutblatt. Sieht man es zum ersten Mal ist man verblüfft. Eines der größten Blätter der Welt, 2 m groß („El sombre de los pobrecitos“ - der Schirm der Armen). Die Blüte: 2 m hoch. Eine exotische Pflanze. Sieht aus wie riesiger Rhabarber.

 

Rhizom

In Sichtweite der Hauptstadt kann man diesen unscheinbaren Hügel des Poás sehen. Er ist 2708 m hoch, keine Höhe die hier Aufsehen erregt in diesem Land mit vielen Bergen. Hinter den Hügeln ist an nur wenigen Tagen im Jahr der Atlantik zu sehen - sagt man. Der Kratersee oben ist mit einem pH-Wert von 1 einer der sauersten Seen der Welt. Er hat nach eigenen Beobachtungen immer mal wieder eine andere Farbe. Der Krater hat einen Durchmesser von 1,5 km. Der Vulkan ist aktiv. 2012 hat er sich wieder mal kräftig geschüttelt und die Ostflanke ist abgerutscht. Es gab viele Tote.

 

Der Nebenkrater Botos ist mit Regenwasser gefüllt und 14 m tief. Er hat einen Durchmesser von 400 m. Er ist vom Hauptkrater aus über einen schmalen Pfad in ein paar Minuten zu erreichen. Der Weg führt durch eine phantastische Vegetation.