Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida
Pflanzen in Costa Rica

Kapitel 3: Pflanzen

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Ordnung der Schmetterlingsblütenartige - Fabales

Die Ordnung der Schmetterlingsblütenartige umfasst 4 Familien mit ungefähr 20.000 Arten.

Ordnung Schmetterlingsblütenartige -  Fabales

Familie Hülsenfrüchtler- Caesapiniaceae

Rosa Kassie (auch Pferdekassie) -  Cassia grandis

Die

Kassie -  Cassia occidentalis

F

Indischer Goldregen -  Cassia fisula

Regenbaum - Albizia saman

Unterfamilie Schmetterlingsgewächse - Fabaceae

Korallenbaum  - Erythrina poppigiana

Es gib ca. 130 verschiede Arten dieses Baumes.

.

Mit ungefähr 9 m Höhe ist das Exemplar hier schon mehr ein Baum. Er steht am südlichen Ende der Bucht von Jacó.

Die Engländer nennen ihn Cry-Baby, Heulsuse, weil Nektar nur so aus den Blüten heraustropft. Der Baum ist auf die Bestäubung durch Vögel angewiesen und will diese mit viel Nekar anlocken.??????

Korallenstrauch  - Erythrina costaricensis

Unterfamilie Mimosengewächse -  Myrtaceae

Mimose -  Mimosa pudica

Es ist wirklich so: Bei Berührung ziehen sich die Blätter zusammen. Diese Halbsträucher wachsen wie Unkraut an Wegesrändern. Sie werden 1 m hoch und die Äste haben Stacheln.

Zwar bewegen sich alle Pflanzen bei Berührung, aber so langsam, dass man zum Erkennen eine Zeitlupe benötigt. Nur bei den wengien Arten der Mimosaceae ist es aufgrund der Geschwindigkeit gut zu sehen. Je nach Temperatur und Stärke des Reizes geschied das mit einer Geschwindigkeit von 0,5 bis 10 cm pro Sekunde.

Durch die Berührung wird ein Signal ausgelöst, das den Innendruck in bestimmten Zellen des Blattgelenks zusammenfallen läßt und so die Bewegung auslöst.

Seite im Aufbau: 09.01.2013

Roter Puderquastenstrauch -  Calliandra haematocephala

Die Bestimmung ist bei 130 verschiedenen Arten mehr als ungewiss. Alleine 80 Arten der Gattung Calliandra haben solche rundlichen Blütenformen.

Rosa Puderquastenstrauch -  Calliandra surinamensis

Dieser Rote Puderquastenstrauch ist in einen Mangobaum hineingewachsen. Irgendwann vor dem Ende der Trockenzeit warf er seine lilafarben schimmernden Quasten ab. Sie bedeckten den Boden unter dem Baum mit einem schönen, eigenartig viloettem Schimmer.

Dieser Mangobaum steht am schwer zufindenden Wasserfall bei Quepos in den Bergen.

Guanacaste -  Enterolobium cyclocarpum

Der Guancastebaum ist der Nationalbaum Casta Ricas. Dieser Baum wächst nur in der Nähe der Küsten vom Norden Mexikos bis in den Norden Südamerikas.

 

In Costa Rica ist die nordwestliche Provinz nach ihm benannt. Die Hauptstadt ist Liberia. Die Touristen zieht es an die zunehmend verbaute Küste, auf die Halbinsel Nicoya, zum Park Palo Verde, Monteverde und zum El Arenal.

 

Die Mitte Guanacastes ist ziemlich trocken und das Zentrum der Viehzucht. Riesige Zuckerrohrplantagen und Reisanbau - aber kein Platz mehr für diese schönen Bäume. Das Holz war zu wertvoll, lässt es sich  doch wunderbar zu Möbel und Furniere verarbeiten.

 

Man muss im Land lange nach diesen Bäumen mit den ausladenden Krone suchen. Einst stellten sie in den Küstenwäldern den Hauptteil des Kronendaches in Höhen bis 45 m.

 

Der Stamm kann einen Durchmesser von 3,60 m erreichen. Aber diese Riesen gibt es nicht mehr. Die Jungs vom Río Tárcoles zeigten ihn mir. Er hat wohl überlebt weil er keinen schönen Stamm ausgebildet hat.

 

Die 4 Bilder stammen vom Fluss. Die Aufnahmen sind aus verschiedenen Jahren, aber immer im Februar gemacht. Die Blätter sind doppelt gefiedert wie bei den Mimosen in dieser Familie.

Unterfamilie Johannisbrotgewächse -  Caesalpiniacea

Flammenbaum -  Delonix regia

E.: Fla me tree, S.: Arbol de Fuego, F.:  Flamboyant

Es sind schöne, sommergrüne Laubbäume, die bis zu 17 m groß werden. Die hellgrünen Fiederblätter und die leuchtenden roten Blüten sehen elegant aus.

Ein Blatt der fünf Blütenblätter ist immer weiß oder gelblich, auf dem Bild unten gut zu sehen.

Dieser wunderschöne Baum stammt ursprünglich aus Madagaskar und wird gerne in Städten angeplanzt. Der Kontrast zwischen den roten Blüten und den zartgrünen, gefiederten Blättern macht hin so attraktiv. Er stellt hohe Ansprüche an Licht, mag keine Bäume neben sich, ist aber mit mageren Bden zufrieden. Überall in den Tropen und Neotropen sieht man ihn, auch hoch im Gebirge bis an die Frostgrenze. Seine Namen: engl.:Flame-tree; franz.: Flamboyant; span.: Arbol de fuego. Eine schöne Königin...

Rose von Venezuela - Brownea grandiceps Bild?

Kalebassenbaum -  Crescentia cujete

Wie aus Flaschenkürbissen wurden auch aus diesen Früchten Trinkgefäße - Kalebassen eben - hergestellt werden. Ist bestimmt lange her, aber der deutsche Name ist geblieben. Der Baum wird um die 10 Meter hoch und ist vom Süden Mexikos bis Brasilien einschließlich der Westindischen Inseln verbreitet. Da wo es immer feucht ist, wirft der Baum die spatelförmigen Blätter nicht ab.

Dieser Baum hier scheint eine Wildform zu sein. Die Früchte sind rund und haben nur einen Durchmesser von 10 cm. Bei kultuvierte Bäume sind sich länglich um über 30 cm lang. Die Schale ist hart, das Fruchtfleisch ist saftig, wird aber in der Volksmedizin nur als Abführmittel genutzt. Durch die harte Schale lassen sich die Früchte gut polieren und allerlei Gefäße - einschließlich Sambarasseln - herstellen.

Stolz von Barbados  - Caesalpnia pulcherrima

Die wunderschönen Blüten stehen auf langen Stielen, die Kronenblätter haben einen hellen, gelben Rand.

Die Blätter sind giftig, die Sträucher wachsen bis 3 m hoch. Das untere Bild zeigt eine gelbe Art. Die Herkunft der Pflanze lässt sich nicht mehr feststellen. Es gab sie schon vor Beginn der wissenschaftlichen Aufzeichnungen überall in den Tropen.

W as  für ein schöner Name für diesen herrlich blühenden Baum:  "Der Stolz von Barbados"!

Vielleicht kommt diese Pflanze ja von den Antillen. So genau lässt sich das nicht mehr feststellen- Wegen ihrer Schönheit wurde sie schon vor grauer Urzeit rund um die Welt verfrachtet.

Ein Baum, der Rätsel aufgab

Der Baum steht ca. 10 km links der Costarena südlich von Jacó auf der linken Seite.

 

Als man das erste Mal da vorbei kam (2002), wunderte man sich über die gleichförmige Pilzform, mache ein Foto. Und zuhause wunderte man sich weiter. In keinem Buch oder im Netz war diese Wuchsform zu finden.

 

Jedes Jahr hielt man dort wieder an.

 

Bis man viele Jahre später dann die Kühe dort unter dem Baum im Schatten sah!

 

Aber was das nun für eine Baumart ist, ist bis heute nicht bekannt. Man kommt ja nicht ran, um sich Blätter und Rinde anzusehen und man kam 11 Jahre immer nur im Februar vorbei. Eine schöne Erinnerung jedenfalls.