Reptilien, Gliederfüßer

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Costa Rica

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Klasse Reptilien - Reptila

Keine Angst, will ja nichts von deinen Weibchen!

Ordnung:                 Schuppenkriechtiere - Squamata

Ohne Rang:              Leguanartige Iguania

Familie:                 Leguane - Iguanidae,

Gattungen:             Iguana

Art:                                                  - Iguana iguana (Linnaeus, 1758)

 

Gattung:                 Schwarzleguane - Ctenosaura

Art:                                                 - Ctenosaura similis Gray, 1831

 

Familie:                 Corytophanidae

Gattung:                Basilisken - Basiliscus

Art:                                                        - (Carl von Linné, 1758)

 

Art:                                                            - Basiliscus plumifrons

                                                                                Cope, 1876

Grüner Leguan - Iguana iguana

Man kann ja nie vorsichtig genug sein!

Auf spanisch: Iguana verde

Diese Tiere sind in freier Wildbahn selten geworden. Ihr Lebensraum ist zerstört und sie schmecken zu gut. Bei der Größe - sie werden um 2 m lang - füllen sie schon mal einen Kochtopf einer hungrigen Familie. Das Fleisch hat die Konsistenz von Hühnerfleisch und schmeckt auch genauso.

 

Diese Aufnahmen hier entstanden im Nordosten Costa Ricas am Rio San Carlos nördlich von Boca Tapada. Dort lag dieses Männchen mitten auf dem Weg und sonnte sich. Er nickte zwar aufgeregt mit dem Kopf und drohte mit seiner Kehlwamme, ließ sich aber gut fotografieren.

 

Dann verschwand er unter dem Jeep - und fuhr unbemerkt mit. Am

nächsten Morgen ragte noch sein Schwanz aus der Abdeckung des Reserverades hervor und irgendwann war er dann verschwunden.

Drachenkämpfe

Immer seltener sind sie in freier Wildbahn zu sehen. Ihr Lebensraum ist zerstört. Und zeigen sie sich doch nochmal irgendwo, wandern sie sofort in den Kochtopf von Bau- oder Strassenarbeiter. Eigentlich gibt es sie nur noch auf privatem Grund, wo sie gezüchtet werden, meist als Touristenanlockmittel, als Iguana vom Dienst sozusagen.

Die Bilder hier entstanden an einer Brücke in Muelle de San Carlo, ungefähr in der Mitte des Weges vom Poas zum El Arenal. Die Brücke überspannt eine schmale aber tiefe Schlucht aus der hohe Bäume

herauswachsen. Man schaut den Tieren in den Bäumen quasi ins Auge.

 

Daneben ein Restaurant, das nie Gäste hatte. Dann die Idee, die Tiere nicht aufzufressen sondern zu füttern. Nun sitzen die Iguanas in den Ästen auf Höhe des Brückengeländers und lassen sich seelenruhig mit der billigsten Digitalkamera und mit den ach so hoch auflösenden Handys als kleiner Punkt im Hintergrund fotografieren - oder mit 400 mm Tele.

 

Jetzt machen die Reisebusse mit den dicken Touristen auf der Fahrt von San José zum El Arenal sogar einen kleinen Umweg und halten hier. Und den Dorfbewohnern ist es verboten, die trägen Tiere abzupflücken.

Da kann einem schon der Kamm schwellen

Die kräftige Färbung zeigt an: Hier ist ein ausgewachsenes Männchen! Ich dulde keine anderen in Nähe und kämpfe um meine Weibchen. Der Kinnlappen macht ihn noch größer, eine Drohgebärde ist der hochgereckte Kopf und kräftiges nicken.

Man kann ja nie vorsichtig genug sein!

Wenn zwei Rivalen sich so nahe kommen, geht es gleich los

Besonders schnell sind sie nicht

Schwere Verletzungen führen sie sich nach diesen Beobachtungen hier nicht zu

So sehen Sieger aus...

Ist jetzt auch noch der Fotograf zu vertreiben?

Schnell noch mal fauchen

Lieber abhauen!

Ein älteres Männchen hat nichts mehr zu sagen

Der gibt einfach nicht auf

Der ältere Herr hat es aber eilig

Jedes Tier sieht anders aus. Diese ausgewachsene Iguana lebten in dem riesigen Pochotebaum, der dem Hotel in Jacó den Namen gibt  - als der  Pochotebaum noch nicht von bösen Nachbarn abgebrannt wurde, obwohl der Baum bestimmt 400 bis 600 Jahre alt war.

 

Herunter kam die Iguana nur am Nachmittag, wenn es relativ ruhig war. Er sprang dann auf eine 2 m hohe Mauer und frass von den Blättern dort. Das war 2003. Ein Jahr später ist das Nachbargelände gerodet und die vielen Echsen, die bis an den Frühstückstisch kamen, sind  verschwunden.

Die Blätter fraß die Iguana, die Blüten leider auch.

Junger Grüner Leguan am Stamm eines Pochotebaumes mit der auffallenden schwarzen Bänderung am Schwanz.

Die Weibchen der Grünen Leguane sind kleiner und haben nicht so lange Rückenstacheln wie die Männchen (bis 8 cm). Junge Tiere haben einen dunkel gebänderten Schwanz. Sie jagen alle Arten von Gliedertieren, werden aber mit zunehmenden Alter Vegetarier. Sie leben auf Bäumen. Sie schwimmen gerne.

Die schöne Färbung haben die Iguanas nur in der Freiheit. Mit zunehmenden Alter werden sie hier einfarbig braun und irgendwann grau. Diese älteren, wohlgenährten Herrschaften leben in dem ehemals wunderschönen Vogelpark in Alajuela.

 

Der befragte Tierpfleger meinte, sie seien älter als 40 Jahre. Wikipedia schreibt, sie werden 10-17 Jahre alt, manchmal bis 25.

Ganz schön stachlig...

Man, immer das selbe! Das ermüdet doch!

Im Archiv sind 384 Bilder vom Iguana verde,

dem Grünen Leguan. Und keiner ist grün!

Des Rätsels Lösung? Die Bilder aus 11

Jahren sind immer im Januar und Februar

aufgenommen. Da ist Trockenzeit und die

Zeit der Paarung.

 

Die dominanten maskulinen Echsen haben

da ihre auffällige Färbung angenommen und

die Jungtiere und die Weibchen sind eh grau

oder braun gefärbt.

 

Eine sehr gute Seite hat Stefan Lenhard ins

Netz gestellt. Er hat Leguane gezüchtet und

damit Informationen, die hier nicht zu finden

sind:

 

http://www.leguanhomepage.de

Aus dem Blick spricht Erfahrung!