Pflanzen in Costa Rica

Kapitel 3: Pflanzen

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Ordnung der Ingwerartige - Zingiberales

Klasse Bedecktsamer-Magnoliopsida

Ordnung Ingwerartige - Zingiberales

Familie Bananengewächse - Musaceae

Banane-Musa x paradisaca (siehe hier)

Familie Strelitziengewächse - Strelitziaceae

Baum des Reisenden-Ravenala madagascariensis

Familie Helikoniengewächse Heliconiaceae (siehe hier)

Familie Ingwergewächse Zingiberaceae

Ananasingwer-Tapeinochilos-ananassae

Fackelingwer-Etlingera-elatior

Kostwurz-Costus-speciosus

Alpinie-Alpinia-purpurata

Familie Pfeilwurzgewächs - Marantaceae

Calathea - Calathea crotalifera

Calathea - Calathea roseopicta

Familie Blumenrohrgewächs - Cannaceae

Blumenrohr-Canna-indica

Blumenrohr - Canna indica

Bananen und Helikonien aus der Ordnung der Ingwerartigen sind jeweils auf einer Extraseite zu finden

Familie Strelitziengewächse - Strelitziaceae

 

Baum des Reisenden - Ravenala madagascariensis

Ist das nicht ein schöner Name für so einen Exoten? Hält man ihn nicht im ersten Moment für eine Palme? Er zählt aber, wie die Banane, zu den Schopfbäumen. Nur selten ist dieser auffällige Baum in Costa Rica zu sehen.

 

Ursprünglich in Madagaskar beheimatet kann er bis zu 30 m hoch werden. Die Blätter stehen in einer Ebene und werden bis 4 m lang.

Seinen Namen hat er für Wasser, das sich in den Blattachseln sammelt und dem durstigen Reisenden zur  Verfügung steht. Eine nette Legende.

Man muss nur die Mückenlarven, das verrottete Laub, den Froschlaich und sich windende Würmer daraus entfernen und könnte - na ja, ein Cervesa oder durstig bleiben ist vielleicht doch besser.

 

Der Baum des Reisenden heißt auf Englisch "Travellers Tree", hier "Arbol del viajero" und Französisch "Abre du Voyageur" - so wie Kleinfritzchen es übersetzen würde.

Familie Ingwergewächse Zingiberaceae

 

Ananasingwer - Tapeinochilos ananassae

Die Familie der Ingwergewächse,

Zingiberaceae, hat 90 Arten. Dieser

Ananasingwer hat natürlich nichts

mit einer Ananas zu tun. Der rote

Blütenstand soll eine Ähnlichkeit mit

einer Ananas haben. Finden sie?

Trivialnamen sind schon blöd. Eher

verwandt ist er mit dem Kostwurz.

 

Die bambusartigen Halme werden

bis 4 m hoch und die auffällig

leuchtende Blüte fällt imHalbschatten am Boden sofort insFackelingwer - Etlingera elatiorAuge. Es gibt sie nur in Parks und in Gärten.

Fackelingwer - Etlingera elatior

Genauso auffällig im dunklen

Grün ist der ebenfalls als

Zierpflanze in Parks und

Kostwurz - Costus speciosus

Gärten zu sehende

Fackelingwer Etlingera elatior.

 

Die Halme werden bis 6 m

hoch und stehen in attraktiven

kleinen Hainen zusammen.

Beide Aufnahmen sind aus

dem Botanischen Garten bei

San Vito.

Kostwurz - Costus speciosus

Der Kostwurz - nein, nein, der Name ist richtig

geschrieben! - ist der einzige Farbkleks, den jeder

Gärtner hier in jedem Garten hinbekommt.

In Jacó an der mittleren Pazifikküste bekommen

die braunroten Blütenstande so ab Mitte Februar/

Anfang März diese weißen, innen gelblichen

Blüten mit dem ausgefransten Rand. Bald geht

die Trockenzeit zu Ende. Die Blüten sind nur

einen Tag zu sehen. Dann öffnen sich die

nächsten.

 

Heimisch sind sie im tropischen Asien. 40 Arten

aus der Gattung Costus gibt es von der Pflanze

mit dem ach so schönen deutschen Namen.

Zur Familie Costaceae gehört auch die Gattung

Curcuma. Curcuma angustifolia. Der Gelbwurz

liefert den Farbstoff Kurkuma, der dem Curry die

Farbe gibt.

Familie Pfeilwurzelgewächse - Marantaceae

 

Calathea - Calathea crotalifera

In dieser Familie der Pfeilwurzgewächse gibt es „nur“ zwischen 530 bis 550 Arten in 31 Gattungen.

 

Der Weg oben führt durch den kleinen Park Baru bei Dominical zum Meer. Hier haben sich überall Inseln der immergrünen, 3 m hohen Pflanzen angesiedelt. In der Trockenzeit - die Aufnahmen sind im Februar gemacht - sehen die silbrigen Blätter ziemlich mitgenommen aus.  Bei Regen steht hier aber Wasser, was Holzstege ein paar Meter weiter belegen.

 

Wegen der gelben, bis 40 cm langen, seitlich abgeflachten Blütenstande nennen die Amerikaner sie Rattle Snake Plant und der deutsche Trivialname ist Klapperschangen-Korbmarante.

 

Vorkommen: Von Mexiko bis Veezuela, Kolumbien, Equador und Peru.

Calathea - Calathea roseopicta

Glück gehabt: Der Name stand dran.

 

In dieser riesigen Familie der Manataceae sind bei vielen arten die nachwachsenden Blätter tütenfürmog eingerollt, wahrscheinlich um sie vor der Snne zu schützen. Auch sind viele Arten giftig.

 

Die Aufnahme entstand in der Grand Largato Lodge.

Alpinie - Alpinia purpurata

Über Wurzelausläufer wuchert

die Alpinie zu dichten

Beständen heran, meist

zwischen ein und zwei Meter

hoch (die in der Literatur

angegebenen Höhen von 5

Meter wurden nie gesehen).

Sie werden gerne angepflanzt

weil die roten Blüten fast das

ganze Jahr über zu sehen sind.

Die kräftig roten Blüten sind die

Wildform, die rosafarbenen

unten Zuchtformen.

 

Die rosa Zuchtform der Alpinie

nennt sich bei uns natürlich

"Rosa Alpinie" Die Engländer

nennen sie "Pink Ginger". Da

wäre man nie drauf gekommen!

Oder?

 

Warum züchtet man eigentlich

so eine blasse Farbe heran? Ist

denn die rote Blüte im

tropischen Grün nicht viel

attraktiver?

Familie Blumenrohrgewächs - Cannaceae

 

Blumenrohr - Canna indica

Wild- und Zuchtform unterscheiden sich durch die Farbe

Alle 50 Arten der Gattung

Canna kommen aus Mittelund

dem Norden Südamerikas,

wunderschöne Blumen in

den Gärten. Aus einem

schlanken Spross entfalten

sich die Blüten in den kräftigsten Farben in der Schönheit irgendwo

zwischen Lilien und Orchideen.

 

Ursprünglich wuchsen sie

in den feuchten tropischen

Wäldern, aber die gibt es ja

fast nicht mehr, auch nicht

in Costa Rica. So sieht

man sie nur in Parks und

Gärten.

 

Ihre kleinen, harten Samen

sollen sich in den Rumbarasseln, den Maracas, befinden. Na,

wenn das mal stimmt... Die

Gärtner werden ihre schönen Blumen bestimmt mit der Machete verteidigen.

Die Aufnahme ist aus 3,5 m

Entfernung mit einem 400-

mm Canonteleobjektiv

gemacht und bringt die

Schönheit der Canna

richtig zur Geltung.

Amerikaner haben so um 2000 herum diesen See künstlich angelegt. Er gehört zu einer

Holtelanlage bei Esterillo, 500 Meter von der Pazifikküste weg.

 

Jedes Jahr lohnte es sich

hier zu halten. Mal waren

Löffelreiher hier, die Blumen wurden durch Gärtner gepflegt. Im Januar 2006 war ein Krokodil zugewandert. 2007 wird erfragt, ob es ausgesetzt

wurde oder von selber herkam.

Familie Blumenrohrgewächs - Cannaceae

 

Blumenrohr - Canna indica?

Die Bestimmung ist mehr eine Vermutung denn Gewissheit. Muss warten….

Dieser Blumenstrauß war ein Geschenk der Zimmermädchen im Hotel Pochote Grande in Jacó,

Puntarenas, Costa Rica. Helikonien, Lilien, Gerbera, Einblatt - alles hielt sich selbst bei 32° erstaunlich

lange.

 

Trotzdem, es gibt wenig Blumen in den Tropen, wenig Farbe in der Natur. Wenn erst einmal zum Ende

der Trockenzeit die Blüten der so kräftig blühenden Bäume abgefallen sind, gibt es nut eine Farbe: Grün.