Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida
Pflanzen in Costa Rica

Kapitel 3: Pflanzen

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Ordnung der Palmenartigen - Arecales

Systematik der Palmen

Klasse Bedecktsamer-Magnoliopsida

Ordnung Palmenartige - Arecales

Familie Palmen - Arecacea

Unterfamilie Arecoideae

Pfirsichpalme - Bactris gasipiaes

Kokospalme - Cocos nucifera

Ölpalme - Elaeis guineensis (s. n. Seite )

Kubanische Königspalme - Roystonea regia

Rotstielpalme - Cyrtostachys renda

Goldfruchtpalme - Dypsis lutescens

Coyolpalme - Acrocomia aculeata

Unterfamilie Coryphoideae

Palmyrapalme - Borassus flabellifer?

Chinesiche Livistonie - Livistona chinensis?

Großblättrige Strahlenpalme - Licuala grandis?

Unterfamilie Calamoideae

Sagopalme - Metroxylon sagu?

Und die Cocospalme mit ihrem vielen Aufwuchs ist einfach nur schön! (Parce Botanico Wilson)

Palmen - wie einfach. Die erkennt man doch sofort, oder? Ach ja,

gottseidank: Es gibt kaum mehr als 2600 palmenartige Pflanzen in ca.

200 Gattungen - so genau weiß das keiner. Na dann...

 

Die Palmengewächse oder Palmen (Arecaceae, veraltet: Palmae oder

Palmaceae) sind eine Familie der Bedecktsamer (Magnoliophyta) und

einzige Familie der Ordnung der Palmenartigen (Arecales), die schon vor

etwa 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit weit verbreitet war.

 

In der Familie der Palmen findet sich das längste Blatt (bei Palmen der

Gattung Raphia mit bis zu 25 Meter Länge), der größte Samen (von der

Seychellenpalme mit bis zu 22 kg Gewicht), sowie der blütenreichste

Blütenstand Infloreszenz (in der Gattung Corypha mit geschätzten 10

Blüten pro Infloreszenz) des Pflanzenreichs.

Familie der Palmen - Arecara

Unterfamilie Arecideae

Pfirsichpalme - Bactris gasipaes

Englisch: Peach Palm; Spanisch: Chonta

Diesen Baum vergisst man nie. Sofort leuchtet ein,

dass die harten Stacheln eine ideale Spitze für

Blasrohrpfeile abgeben. Fehlt nur noch etwas Gift.

Warum sind die Ringe ohne Stacheln? Da kommt ja

kein Affe rauf. Sind die Früchte so schützenswert, sind

sie süß?

 

Zwischen 20 und 30 m hoch, kerzengrade gewachsen,

das Merkmal der Regenwaldbäume, die schnell nach

oben ans Licht müssen. Den gibt es nur noch selten

und so sind hier nur noch vereinzelte Pfirsichpalmen

zu sehen. Die Aufnahmen stammen von der Halbinsel

Osa hinter dem kleinen Ort Carate wo alle Strassen

enden.

 

Sogar die Mittelrippe der 3,5 m langen, gelbgrünen

Fiederblätter hat Stacheln. Die Früchte sind bis 6 cm

lang, drei oder schwach 6-kantig. Zwar sind sie sehr

s,tärkehaltig aber das gelbliche Fruchtfleisch muss

ewig lange gekocht werden. Gut, man kann Mehl aus

ihnen herstellen, aber beim vergären gibt es was

anderes, was besser ist wenn so mitten im

Amazonasbecken keine Kneipe mehr offen hat:

Alkohol! Ansonsten werden die Früchte auch an

Schweine verfüttert.

 

Alleine die Gattung Bactris hier hat mindestens 240

Arten. Davon gibt es in Costa Rica 17 Arten.

Kokospalme - Cocos nucifera

Englisch: Coconut Palm; Spanisch: Reife Frucht: Coco; unreife Frucht: Aqua de coco oder pipa

600 Palmenarten gibt es aber weltweit nur eine

einzige Cocospalme: die Cocos nucifera.

Diese bis 20 m hohe Palme ist eine der ältesten

Nutzpflanze der Erde. Von der Wurzel bis zum

letzten Spitze der Fiederblätter: alles an ihr kann

zu 100% genutzt werden. Diese Pflanze, die wohl

ihren Ursprung irgendwo in Südostasien hat, hat

das Leben in der Frühzeit der Menschen auf so

kleinen Inseln wie den Malediven erst möglich

gemacht.

 

Alles an der Palme ist ungewöhnlich. Haben sie

sich schon mal über irgend eine Verpackung

geärgert? Mit der Kokosnuss hat die Natur die

perfekte gefunden.

 

Die Nuss kann in der prallen Tropensonne liegen,

kann bis zu 8 Monate lang im Salzwasser treiben

und bleibt doch keimfähig. Die Bastfasern halten

durch reagieren auf die Umgebungsbedingungen

das Innere der Steinfrucht auf ein Zehntel Grad

konstant und somit keimfähig. Ein Sturz der

Frucht aus großer Höhe auf Felsenboden? Kein

Problem. Der Bast federt das ab. Vom Nährwert

und sonstiger Verwertung der einzigartigen

Frucht dann an anderer Stelle.

Cocospalmen am Strand von Jacó bei Sonnenuntergang

Kubanische Königspalme - Roystonea regia

Englisch: Royal Palm; Spanisch: Palma real

Die Kubanische Königspalme ist

der Nationalbaum Kubas. Sie ist

mit 30 m Höhe auch wahrlich

königlich.

 

Der graueweiße Stamm kann

bis zu einem halben Meter

Durchmesser erreichen.

Oberhalb der Verdickung wächst

der grüne Kronenschaft. Die

Krone hat 15 bis 18

unregelmäßig angeordnete

Fiederblätter.

 

Ungewöhnlich auf den

nebenstehenden Aufnahmen

sind die Früchte an der

Verdickung im unterschiedlichen

Reifezustand. Die braunroten

reifen Beeren sind ölhaltig und

werden verfüttert.

 

Diese Palmen sind in den

Ländern und Inseln um Kuba

herum beheimatet. Sie sind

nach einem General Roy Stone

(1836 - 1905) benannt.

Die Gattung hat 10 Arten die

sich nur an Blütenmerkmalen

unterscheiden lassen.

Rotstielpalme - Cyrtostachys renda

Englisch: Sealing-wax Palm; Spanisch: Palma

Eigentlich wachsen die Stämme in dichten Gruppen zusammen aber der Hardinero auf der Grand Lagato

Lodge hat wohl nur ein Exemplar auf dem Markt kaufen können um mehr Abwechslung in seinen Garten

zu bekommen. Diese Fiederpalmen mit dem auffälligen Stil werden 10 bis 12 Meter (die kultivierten

Palmen wie diese hier nur 4 - 8m) hoch, die Blätter bis 1,5 m lang.

Die ursprüngliche Heimat ist der Süden von Thailand und Malaya, Sumatra und Borneo. Die attraktive

Pflanze ist jetzt in allen tropischen Ländern zu finden.

Goldfruchtpalme - Dysis lutescens

Englisch: Gold Palm; Spanisch: Palma real

Im Hotel Pochote Grande Jacó an

der Pazifikküste gedeihen die

Palmen im Halbschatten prächtig.

Die goldenen Früchte ziehen jede

Menge Tiere an wie den blauen

Bischofstangar Thraupis episcopus

oder das Grauhörnchen

Sphaermophilus variegatus die die

Früchte gerne verspeisen.

 

Die Goldfruchtpalme ist eine

beliebte Zierpflanze bei uns.

Die Bestimmung der Art hier ist

allerdings alles andere als sicher.

Literatur wird noch gesucht.

Coyolpalme - Acrocomia aculeata

Englisch: Coyol Palm; Spanisch: Corozo

Diese Palme im Küstenstreifen bei Esterillo sah vom Weitem wie eine wildwachsende Ölpalme aus. Aber

Ölpalmen haben keine Stacheln an den Blütenst.nden wie diese hier bei näherem Betrachten. Auch sind

die Unterseiten der Fiederblättchen von blassgrüner Farbe.

 

Sicher ist es nicht aber es könnte eine schon von den Mayas genutzte Coyolpalme Acrocomia aculeata

sein. Sie wächst wie hier in Zonen mit richtigen Trockenzeiten. Auch das spricht für diese Bestimmung.

Aber 2007 wird sie noch mal genauer untersucht.....

Familie der Palmen - Arecara

Unterfamilie Coryphoideae

Palmyrapalme - Botassus roebelenii???

Die Palme steht im Parce Botanico Wilson auf ca. 1000m im Süden Costa Ricas bei der Stadt San Vito.

Chinesische Livistonie - Livistona chinensis?

Die Palme steht im Parce Botanico Wilson auf ca. 1000m im Süden Costa Ricas bei der Stadt San Vito.

Diese langstieligen Palmen wurden auf der Halbinsel Osa bei Carate in ungefähr 100m Höhe in

Sichtweite der Küste aufgenommen.

Familie der Palmen - Arecara

Unterfamilie Calamoideae

Sagopalme - Metroxylon sagu?

Diese Palmen stehen am langen Strand bei Estrillo de Oeste am Pazifik Bestimmung nicht sicher!

Palmen in Key West, Florida, aufgenommen

Palmettopalme -  Sabal palmetto

Die Palmettopalme ist sowas wie der Nationalbaum von Florida. Sie kommt natürlich im Südosten der USA, auf einigen Bahamainseln und auf Kuba vor.

 

Überhaupt Kuba: Dort gibt es sehr viele exotische Palmenarten. Migranten haben sie nach Key West mitgebracht. Sie sind in einem kleinen Botanischen Garten zu bewundern (s. u.)