Klasse Bedecktsamer - Magnoliopsida
Pflanzen in Costa Rica

Kapitel 3: Pflanzen

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Ordnung Schraubenbaumartige -  Pandanales

Ordnung Süßgrasartige -  Poales

Ordnung Schraubenbaumartige -  Pandanales

Familie Schraubenbaumgewächse-Pandanaceae

Pandanus -  Pandanus tectorius

Dieser riesige Pandabusch steht in den feuchten Lowlands (Laguna del Lagarto Lodge) im Nordwesten von Costa Rica nahe der Grenze zu Nicaragua. Die Schraubenpalme mit großen roten Früchten war bis jetzt nur auf den Malediveninsel vor die Kamera gekommen. Dort liebten sie die Flughunde als Nahrung. Diesen Durchmesser erreichte aber dort keine.

Der Baum bildet Stelzwurzen aus um seine Standfestigkeit zu erhöhen. Bei 12 m Umfang und Höhen bis 10 m bietet sie Stürmen auch jede Menge Angriffsfläche. Die immergrünen schmalen Blätter werden bis 1,50 m lang.

Riesenbambus  - Dendrocalamus giganteus

Die bis 35 m hohen Riesenbambusstangen sind die größten Grashalme der Welt. In der Regenzeit wachsen sie auch rekordverdächtig: 45 cm pro Tag! Die holzigen Rohre können einen Durchmesser von 30 cm erreichen.

Die Blätter werden bis 60 cm lang und 10 cm breit. Sie wachsen in den Spitzen an fein verzweigten Zweigen in luftiger Höhe. Nur äußerst selten sieht man wie auf den Bildern links oben die Früchte des Bambus. Fast alle Bambusarten blühen nur im Abstand von Jahrzehten. Dann stirbt der Bambus oberirdisch ab.

Will man Bambus vermehren, sägt man sich ein Stück zwischen den Knoten heraus und legt es waagerecht in den Boden. Aus den Knoten schlägt der Bambus spätestens in der nächsten Regenzeit wieder aus. Aber Vorsicht, wo das Zeug einmal angegangen ist, bekommt man es nie wieder weg.

Aus dem Alltagsleben in tropischen Ländern ist Bambus nicht wegzudenken. Zum Gerüstbau - bis in den 12. Stock -, als Brücken, Flöße, Rohre, Flöten, Trinkgefäße, zum Hausbau - überall läßt sich Bambus  verwenden. Natürlich auch als Nahrungsmittel. Wer war noch nicht beim Chinesen? Die jungen Sprossen vieler Bambusarten werden als Gemüse gegessen.

Es gibt 1447 verholzende Bambusarten.

Die auf den beiden Bildern zu gezeigten Blüten sind nur äußerst selten zu sehen.

Bambus ist in Costa Rica meist nur in Parks zu sehen. Kommt urspünglich aus Südostasien.

Bambus sp.

Familie Bromeliengewächse  Bromeliaceae

Begriffsbestimmung

Epiphyten

Das Wort "Epiphyten" kommt aus der griechischen Sprache. "Epi" bedeutet "auf" oder "über" und "phyton" ist die Pflanze, also "Aufsitzerpflanzen".

Auf abgestorbenen und auf lebenden Pflanzen wachsen eine ganzen Reihe völlig unterschiedlicher Pflanzenarten wie nachfolgend zu sehen ist. Allen den "aufsitzenden" Planzen ist gemeinsam, dass sie nicht auf dem Boden oder auf Felsen wachsen, sondern sich Wirtspflanzen ausgesucht haben.

Das wichstigste ist aber, dass sie von diesen Wirten nicht schmarotzen.

Epiphyten benötigen wie alle Pflanzen Licht für die Photosynthese, Licht, das es auf dem Boden des Urwaldes nicht gibt. So haben sie sich auf sehr unterschiedliche Lebensweisen in den höheren Stockwerken des Waldes angepasst, um auch an die im Boden so reichlich vorhandenen Nährstoffe zu kommen.

Einige bauen richtige Nester mit den Wurzeln um Humus zu sammeln, andere nutzen dazu Astgabeln. Der Humus entsteht durch Vorgängerpflanzen wie verrotteten Moosen oder durch Anflug von organischem Material.

Es gibt auch Halbschmarotzer und richtige Schmarotzer unter den Epiphyten, zum Beispiel die bei uns wachsenden Misteln.

Urwaldbaum im zentralen Bergland von Costa Rica bewachsen mit vielen Epiphyten

Bromelien

Bromelien bilden aus vielen steifen Blättern Rosetten aus steifen Blättern. Am Grund stehen die Blätter so eng zusammen, dass sich darin Wasser sammeln kann. Bei einer Art in Bolivien sind das bis zu 5 Liter.

In diesem Wasservorrat leben Insekten und Baumfrösche wie in den Helikonien. Es fallen Pflanzenteile hinein und tote Insekten. Sie werden zersetzt und reichern das Wasser mit Nährsalzen an. Mit besonderen Saugschuppen der Rosettenblätter werden sie zusammen mit dem Wasser aufgenommen und bringen Bromelien zu erstaunlich großem Wachstum. In den Urwäldern von Bolivien und Peru erreicht die Art  Puya raimondii eine Blattlänge von 6 Mertern.

Bromelien oder auch Ananasgewächse gibt es nur wie die Kakteen auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Sie wachsen sowohl auf trockenen Böden als auch in allen feuchten Wäldern auf Bäumen. Nur die epiphyisch lebenden Arten bilden die Trichter aus. Die bodengebundenen Arten haben lange schmalere Blätter, oft bedornt. Die bekannteste Bromelie dürfte die Ananas sein.

Bromelien bilden endständige Blüten aus. Sie können die Formen von Trauben, Ähren oder Rispen haben. Viele Arten blühen nur einmal und sterben dann ab; sie sind "hapaxanth". Die Bestäubung erfolgt meist von Kolibries, seltner von Käfern oder vom Wind.

Tillandsien

Tillandisen sind mit 500 Arten die größte Unterfamilie in der Familie der Bromeliengewächse  Bromeliaceae in der Ordnung der Süßgrasartigen  Poales . Sie bilden keine solche Zisterne aus, auch reichen ihnen die im Regenwasser gelösten Nährsalze aus. Diese nehmen sie zusammen mit dem Wasser über die Saugschuppen auf. Wurzeln der Tillandsien dienen meist nur der Befestigung.

Pinguinbromelie -  Bromelia pinguin

Pinguinbromelie als nachwachsender undurchdringlicher Zaun

Nur einige Meter hinter dem Strand Playa Hermosa südlich von Jacó wird Viehzucht betrieben. Die Weide ist mit wie seit altersher mit Pinguinbromelien eingezäunt. Deren Stacheln halten selbst die Kühe zurück.

Verblüffend, dass diese kakteenähnliche Pflanze zu den Bromelien gehört. Die aus der Erde heraus wachsenden Trichterbromelien erreichen, wenn sie Platz zum wachsen haben, einen Durchmesser von 2,5m und die Blätter werden 1 m lang. Die zurückgebogenen Dornen sind äußerst hart und spitz. Schon die Ureinwohne nutzten sie als undurchdingliche Hecken.

Aus den Blättern lassen sich Fasern für Seile gewinnen. Die säuerlichen Früchte sind gelbe Beeren, 2-3cm groß. Sie werde wie Obst gegessen und sollen gegen Wurmkrankheiten helfen.

Pinguinbromelien sind von Mexiko bis Venuzuela und auf den karibischen Inseln verbreitet.

Trichterbromelie -  Nidularium rutilans

Von den Trichterbromelien gibt es 40 Arten, innerhalb der 2650 Arten mit 49 Gattungen der Bromelien oder Ananasgewächse. Sie bilden Zisternen aus. Bis auf eine Art im tropischen Westafrika sind alle im tropischen Amerika zuhause.

2-Bromelie -

Aufnahme vom 22.02.2003

3-Bromelie -

Aufnahme vom 21.02.2003

Poas

4-Bromelie -

Aufnahme vom 13.02.2005

Jadin Botanico Wilson, 800m

5-Bromelie -

Aufnahme vom 12.02.2005

Ciudad Nelly, 350m

6-Bromelien und Moose-

Aufnahme vom 12.02.2005

Ciudad Nelly, Baru, 350m

7-Bromelien am Boden wachsend -

Aufnahme vom 02.02.2006

Jadin Botanico Wilson, 800m

8-Bromelien am Stamm wachsend -

Aufnahme vom 13.02.2005

Wasserfall bei Quepos, 500m

9-Tillandsien?

Aufnahme vom 10.02.2003

Wasserfall bei Quepos, 500m

10-Tillandsien?

Aufnahme vom 29.01.2006

Küstengebirge bei Jaco, 400m

11-Tillandsien?

Aufnahme vom 29.01.2006

Küstengebirge bei Jaco, 400m

12-Kronengeweihfarn

Aufnahme vom 22.02.2003

Grand Lagarto Lodge, Lowland

13-Farn

Aufnahme vom 22.02.2003

Grand Lagarto Lodge, Lowland

14-Tillandsien?

Aufnahme vom 29.01.2006

Küstengebirge bei Jaco, 400m

Aufnahme vom 10.02.2003

Palo Verde

16-Guzmanie - Guzmanie

Aufnahme vom 10.02.2003

Carara, 140 Arten

17-Moos, Farn?

Aufnahme vom 22.02.2003

Grand Lagarto Lodge

18-Luisianamoos - Tillandisa useneoides

Aufnahme vom 25.02.2005 auf ca. 2000m bei San Gerado de Dota

19-Moos, Farn?

Aufnahme vom 17.02.2005

Grand Lagarto Lodge

20-Bromelie

Aufnahme vom 02.02.2006

Jadin Botanico Wilson, 800m

21-Bromelie

Aufnahme vom 02.02.2006

Jadin Botanico Wilson, 800m

22-Bromelie - Aecnnea sp.

Forster´s Favorit

Aufnahme vom 02.02.2006

Jadin Botanico Wilson, 800m

23-Bromelie

Aufnahme vom 17.02.2005

Jadin Botanico Wilson, 800m

24-Bromelie

Aufnahme vom 02.02.2006

Jadin Botanico Wilson, 800m

25-Bromelie

Aufnahme vom 02.02.2006

Jadin Botanico Wilson, 800m

26-Wachsblume - Hoya sp

Aufnahme vom 17.02.2005

Jadin Botanico Wilson, 800m

70 Arten

1-Bromelie -

Aufnahme vom 21.02.2004 Manuel Antonio

Grand Lagarto Lodge, Lowland

15-Hylocereus Kaktus -Hylocereus undatus

Unterfamilie Tillandsien - Tillandsioideae