Costa Rica

Krokodile 1

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Reptilien, Gliederfüßer

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Familie: Echte Krokodile - Crocodylidae

In der Klasse der Reptilien sind 6400 Arten in 800 Gattungen in 46 Familien und 4 Ordnungen zusammengefaßt.

Spitzkrokodil - Crocodylus acutus (Cuvier, 1807)
Inhalt dieser Seite

2294 Bilder von Krokodilen sind im Archiv (2017)

Vorkommen

In der Familie der Echten Krokodile gibt es 15 oder 19 Arten. Nur ein Vertreter dieser Familie der Echten Krokodile kommt in dem Gebiet von Mexiko bis zum äußersten Norden Südamerikas (Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru) vor: das hier gezeigte  Spitzkrokodil -

Crocodylus acutus .

In der Caribe sind sie auf folgenden Inseln zu finden: Kuba, Jamaika, Hispaniola , Martinique, Trinidad und Isla Margarita. Auch im südlichen Florida soll man sie mal gesehen haben...

Auf der Roten Liste der gefährdeten Arten werden sie als "gefährdet" eingestuft.

Verbreitung der Spitzkrokodile

(aus Wikipedia)

Unterschied der Geschlechter

Ein ausgewachsenes Männchen: Tornado, der Größte am Rio Tárcoles, 60 Jahre, fast 7 m, fast 1 Tonne schwer (2006): King of the River Río Tárcoles

Ein ausgewachsenes Weibchen mit bedeutend schlankerem Körperbau, ca. 5 m lang. Geschätzt: 40 Jahre alt.

An der braunen Färbung und der schlanken Form ist das juvenile Weibchen zu erkennen.

Geschätztes Alter: 30 Jahre.

Junges Krokodil, Geschlecht? Geschätzt 10 Jahre

Es ist das gleiche Krokodil wie der putzige Kerl oben: kein Futter, kein Interesse!

Ziemlich junges Weibchen. Geschätzt: 20 Jahre

Vor ungefähr 250 Millionen Jahren hat sich die Linie der modernen Krokodile von den Flugsauriern und den Dinosauriern getrennt. Eine andere Linie führt zu den Vögeln.

Damit sind Krokodile und Vögel tatsächlich verwandt. Der Aufbau des Herz-Kreislauf-Systems haben viele gemeinsame Merkmale.

Wegen der Rückenpanzer auf der Haut werden die Echsen umgangssprachlich auch

Panzerechsen genannt.

Jungtiere ernähren sich von Insekten und anderem Kleingetier. Mit zunehmendem Wachstum werden auch die Beutetiere größer. Das Fische und Säugetiere zu ihrer Nahrung gehören nimmt man ja ohne Weiteres an. Dass sie aber Schlangen, Vögel, Krebse, andere Echsenarten und sogar Schildkröten fressen, erstaunt doch.

Sie sind Fleischfresser, die alles nehmen was sie dank ihrer Größe erbeuten können.

Krokodile sind nachtaktive Lauerjäger. Sie können sich geräuschlos dem Ufer nähern und sich Beute schnappen. Erbeuten sie große Tiere, brauchen sie wochenlang nichts zum Fressen.

Da Krokodile nicht kauen können, wird alles einfach verschlungen. Aber keine Angst: Angriffe auf Menschen sind eher selten.

Vermehrung: Hier am Nest steigt keiner aus!

Spitzkrokodil, Weibchen, da 3 m lang, bewacht äußerst giftig das Nest dort am Ufer.

Die Nester liegen über der höchsten Flutlinie direkt am Ufer. Das Weibchen hat im Sand eine Grube gegraben und die Grube nach dem Ablegen der Eier noch mit Grünzeug ausgepolstert.

Die Weibchen bewachen die Eier bis zum Schlüpfen. Dann tragen sie die Jungen ins Wasser und überlassen sie dann sich selbst.

Schaffen es die kleinen Krokodile, sich für die nächsten 2 Jahre unter die Wurzeln von Mangroven zu flüchten, werden sie nicht von den erwachsenen Echsen gefressen und sind sicherer vor Raubvögeln.

Im Augenblick ist mit Lady Gaga nichts anzufangen. Sie ist Mutter und verteidigt ihr Gelege mit all ihren Kräften

Lady Gaga hat die Spuren im Sand auf dem Weg vom Nest gerade hinterlassen. Nach den Beobachtungen der Jungs werden die Nester oft mehrere Jahre lang benutzt

Das Gebiss

Das Gebiss eines jungen Weibchens

Die Echten Krokodile und die Alligatoren haben im Unterschied zu den anderen Familien verschieden große Zähne. Die Ränder der Oberkiefer sind wellig. Auf den "Wellenbergen" sitzen die größten Zähne. An den Unterkiefern befinden sich die "Wellenberge" und die größten Zähne dort, wo sich im Oberkiefer die "Täler" befinden. Die Zähne sind bei geschlossenem Maul zu sehen.

Das Gebiss eines schon ziemlich alten Männchens. Einige Zähne wachsen schon nicht mehr nach, sind abgenutzt.

Der 4. Zahn des Unterkiefers ragt in eine Grube des Oberkiefers markant hinein. Das Gebiss nimmt mehr als Zweidrittel des langen Schädels ein.

Zähne

Sind die Zähne abgenutzt oder doch mal von Bakterien beschädigt, fallen sie aus. Darunter steht ein neuer Zahn bereit.

Die Zähne von verschieden Krokodilen sind ein Geschenk von Manuel 2013. Sie sind innen hohl und ganz leicht. Die Zähne wurden dort fotografiert und natürlich da gelassen. Die Einfuhr nach Deutschland/EU ist für solche Dinge nämlich streng verboten! Doch fragt man sich, wenn man Logik hat, wie kommt denn da Deutsche Eiche bei dem Bild in den Hintergrund?

Durch Zufall gefunden: Ein Laden in Münster verkauft einen 5,5 cm langen Krokodilzahn für 65 €!

Die Krokodile haben es gut! Sie sind schon 200 Millionen Jahre auf der Erde und waren noch nie beim Zahnarzt.

Der 4. Zahn im Unterkiefer ist der größte. Er liegt bei den Echten Krokodilen in einer Grube des Oberkiefers, bei den anderen Zähnen ist es nicht so auffällig. Jährlich wechseln sie die Zähne. Unter den aktiven Zähnen ist der Ersatzzahn schon herangewachsen.

Es wird angenommen, dass das bis zu 50 mal im Leben stattfindet, mit dem Alter aber nachlässt und schließlich ganz aufhört. Die Zähne sind dann bis auf den Kiefer abgenutzt wie die beiden Bilder unten. zeigen.

Bei dem alten Kerl wachsen keine Zähne mehr nach

Ja, wenn er Privatpatient wäre,,,

Augen

Krokodilauge

Im Laufe der Evolution sind die Augen auf die Oberseite des Schädels gewandert und heben sich deutlich von der Schädeldecke ab. Krokodile können sehr gut sehen.

Auf die Frage an die Crocodile Men was das schärfste Sinnesorgan der Krokodile wäre, ob sie besser hören, Erschütterungen (etwa über eine Seitenlinie wie bei den Fischen aufnehmen), riechen, oder sehen können, kam wie aus der Pistole geschossen: "Los ochos!" - die Augen.

Krokodilstränen , ja die gibt es, aber nicht als Zeichen der Trauer. Die fließen eher bei Menschen als geheuchelte und falsche Anteilnahme bei Trauer.

An der Augen der Krokodile gibt es Drüsen, die ein Sekret absonder. Die Ursache ist nicht geklärt. Man nimmt an, dass sie durch Druck entstehen wenn das Maul weit aufgerissen wird.

Knochenpanzer

Daher der Name Panzerechse

Am Schwanz bilden sich paarige Schuppenkämme aus. Zur Schwanzspitze hin ist es nur noch ein Kamm.

Sie fassen sich angenehm an, sind warm, lederartig und trocken. Der Schuppenpanzer erstreckt sich über den ganzen Körper, den Schwanz und den Extremitäten. Die Schuppen sind eine dicke Hornhaut, aufgebaut aus Kollagefasern. Mit zunehmenden Alter lagern sich immer mehr dieser Fasern an, die Schuppen werden dicker.

Besonders groß werden die Schuppen auf dem Rücken. Sie werden obendrein nicht durch Knochenplatten verstärkt. Nebeneinander liegende Platten bilden Querreihen, die je einem Wirbel der Wirbelsäule entsprechen,

Alle Krokodilarten haben 9 Halswirbel. Der Rumpf hat 17 Wirbel, während der Schwanz 35 oder 37 davon.

Extremitäten

Gib Pfötchen!

Die Vorderbeine enden in einer fünffingrigen Hand. Nur die drei Finger in der Mitte haben Krallen. Die hinteren Gliedmaßen haben nur 4 Finger, die aber durch Schwimmhäute verbunden sind.

Die hinteren Gliedmaßen sind ungleich kräftiger. Der Bau des Beckens ist ähnlich wie bei Säugetieren. Zusammen mit den Hinterläufen deutet das darauf hin, dass die Panzerechsen in grauer Vorzeit auf zwei Beinen gelaufen sind. Man stelle sich das mal vor: Da kommt so ein Siebenmeterriese einem fünf Meter hoch entgegen - den Schwanz braucht er ja zum Abstützen..