Handbuch der Malediven

Handbuch der Malediven

Kapitel 4: Nesseltiere

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Die Wirbellosen Tiere - Invertebrata
Stamm Nesseltiere - Cnidaria
Klasse Blumentiere - Athozoa
Unterklasse Sechsstrahlige Korallen - Hexacorallia
Ordnung Steinkorallen - Scleracinia

Familie Acroporakorallen-  Acroporidae -  Seite 3

59-Stachlige Geweihkoralle - Acropora echinata (Dana, 1846) ?

E: Staghorn coral

Tiefe: ca. 2 m, Durchmesser 1 m             Embudu, Süd-Male-Atoll, 2009

Stachlige  Geweihkoralle -  Acropora valenciennesi  ???

Tiefe: ca. 1 m, Durchmesser 0,5 m            Embudu, Süd-Male-Atoll, 2009

Währe die Koralle weich, könnten die Äste wie Flaschenreiniger benutzt werden. Die reichverzweigte Koralle lebt in strömungsarmen Riffabschnitten im flachen Wasser und benötigt viel Sonnenlicht. Sie sind selten. Die Färbung ist sehr variabel. Die Arme werden nicht höher als 15 cm.

Vorkommen: Indopazifik, Australien, über die Marschallinseln bis Samoa.

Durchmesser: ca. 100 cm, Tiefe: 1 m  Angaga, Ari - Atoll, 1996

Durchmesser: ca. 20 cm, Tiefe: 1 m              Ellaidhoo, Ari - Atoll, 1996

60-Koralle - Acropora elseyi (Brook, 1892)

E: Staghorn coral

Tiefe: ca. 1 m, Durchmesser 1 m         Kuredu, Faddipolhu-Atoll, 1998

Struppige Geweihkoralle -  Acropora horrida  (Danai,1846)

Tiefe: ca. 1 m, Durchmesser 1 m      Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Unregelmäßig ist der Wuchs der Koralle, unregelmäßig die Verästelung der Zweige. Sie hebt sich damit von den anderen beschriebenen Korallen ab. Ihr jährliches Wachstum dürfte wie bei den anderen astförmigen Korallen mit ca. 15 cm jährlich für Steinkorallen recht groß sein. Abgebrochene Äste müssen schnell ersetzt werden um die Standfestigkeit der Kolonie insgesamt nicht zu gefährden.

Intressanter weise meiden die Papageifische nach eigenen stundenlangen Beobachtungen mit ihren kräftigen Schnäbeln diese dünnästigen Korallen. Ob sie ihnen nicht schmecken? Ein einziger Fisch könnte hier riesigen Schaden anrichten.

Vorkommen: Indopazifik, Australien.

-Gruppe: V-  Acni  Wells, 1954

E:  coral

Fingerkoralle -  Acropora palifera  (Lamarck, 1816)

E:  coral

Tiefe: ca. 1 m, Durchmesser 40 cm          Embudu, Süd-Male-Atoll, 2009

Fingerkoralle -  Acropora palifera  (Lamarck, 1816)

Tiefe: ca. 1 m, Durchmesser 30 cm         Angaga, Ari-Atoll, 1996

Schon im flachen Wasser und in stärkster Strömung ist diese häufige vorkommende Koralle mit ihrer unverkennbaren kräftigen Wuchsform zuhause. Sie wachsen säulen- und auch plattenförmig, sind wenig verzweigt und enden immer in stumpfen Rundungen. Gerne halten sich in ufernähe ganze Schulen von jungen Preußenbarschen an dieser Korallenart auf.

Wie alle Korallen mögen sie Wassertemperaturen zwischen 23º und 27º C und es war ihnen im Frühjahr 1998 mit monatelangen Temperaturen von weit über 30º C bis in Tiefen von 30 m hinab zu warm. Vorsichtig ausgedrückt: Sie sind derzeit nicht mehr zu finden (2003).

Vorkommen: Indischer Ozean einschließlich im Rotem Meer, im tropischen Pazifik bis Tahiti.

67-Rauhe Koralle -  Acropora granulosa (Edwards & Haime, 1860)

E: coral

Durchmesser: ca. 100 cm, Tiefe: 1 m  Angaga, Ari - Atoll, 1996

Rauhe Koralle -  Acropora granulosa (Edwards & Haime, 1860)

Der erste Eindruck von dieser Korallenkolonie war: Die ist aber krank! Irgendwie sieht sie unordentlich und unscheinbar aus - was schon wieder die Neugier erweckt. Nicht einmal die Färbung oder schöne Formen ziehen die Blicke an. Diese Korallen sind immer graugrün oder gelblichgrau und sind wirklich rauh. Die kurzen Korallenäste stehen nicht hoch vom Boden, so als ducken sie sich. Sie brechen ab wie Glas.

Die Kolonien siedeln sich an strömungsarmen Riffabschnitten und in flachen Lagunen an. Sie wachsen wie auf dem Bild in die Fläche oder bilden runde oder elliptische Inseln von 40 bis 50 cm Durchmesser. Obwohl sie so unauffällig ist, kann man sie doch an jeder Insel finden. Sie hat ein großes Verbreitungsgebiet.