Handbuch der Malediven

Fische der Malediven

Kapitel 2: Knochenfische

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Ordnung der Barschartigen -  Perciformes

Familie Lippfische - Labridae

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Noch Unterfamilie: Junkerlippfische - Corinae

Streifenbannerfisch Hemigymnus fasciatus  (Bloch, 1792)

E: Barred thicklip, F: Tamarin à bandes noires, J: Shima-tarekuchi-bera, D: Hikaa

Größe: 50 cm, Tiefe: 2 m                  Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Streifenbannerfisch  Hemigymnus fasciatus (Bloch, 1792)

Irgendwann im Laufe des Wachstums kehrt der Streifenbanner-Lippfisch die Farbe seiner Streifen um: was hell ist, wird dunkel und umgekehrt. Eine Beobachtung, die man wohl nur im Aquarium gemacht haben kann. Der oben abgebildete Fisch scheint ein ausgewachsenes maskulines Tier mit seiner maximale Länge von 50 cm, der unten dargestellte ist junger Streifenbanner-Lippfisch mit noch hellem Rücken und anderer Zeichnung am Kopf.

Er lebt zwischen 1 - 18 m Tiefe über Geröll- und Sandflächen von den kleinen Lebewesen, die sich dort verstecken oder im Sand eingegraben Deckung suchen.

Vorkommen: Indopazifik und Rotes Meer.

Größe: 25 cm, Tiefe: 2 m                   Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1988

Preußenbannerfisch Hemigymnus melapterus (Bloch, 1791)

E: Blackeye thicklip, F: Tamarin vert, J: Tarekuchi-bera, D: Hikaa

Das erste Bild zeigt einen Jungfisch der noch die gelbe Schwanzflosse zeigt deren Färbung nach und nach verloren geht. Das nächste Bild zeigt den Preußenbanner-Lippfisch in einer Übergangsphase. Die nachfolgenden Fotos zeigen die erwachsenen Fische.

Wer ihn Sand aus Kiemen und Maul ausstoßen sieht, denkt beim ersten Mal bestimmt, einen Papageifisch vor sich zu haben. Zumindest bei den ausgewachsenen Lippfischen. Sie sind gleich groß, haben annähernd die gleiche Färbung und Lebensweise, denn auch sie zerkauen Korallenstücke, nehmen auch mal ein Maul voll Sand auf und sieben ihn durch.

Jungfische haben ein gänzlich anderes Farbkleid: vorne hell, hinten schwarz, beide Farben scharf getrennt. Erwachsen sind Weibchen und Männchen in der Zeichnung kaum zu unterscheiden. Diese Art ist gar nicht so selten und immer als Einzelgänger unterwegs. Sie erreichen eine stattliche Länge von 90 cm und leben dort, wo es Korallen gibt, zwischen dem Riffdach und 30 m Tiefe. Bei dieser Art beziehen sich die meisten deutschen Namen auf den Jungfisch.

Alleine ein Verlag bietet da in seinen Büchern folgende Namen: Halbundhalb-Lippfisch, Zweifarbiger Lippfisch und Zweifarb-Bannerlippfisch. Da kann man ihn getrost so nennen, wie es woanders zu lesen war: Preußenbanner-Lippfisch.

Größe: 20 cm, Tiefe: 1 m                     Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Preußenbannerfisch

Hemigymnus melapterus (Bloch, 1791)

Größe: ca. 8 cm, Tiefe: 1 m              Embudu, Süd-Male-Atoll, 1999

Vorkommen: Indopazifik, Rotes Meer.

Größe: 50 cm, Tiefe: 3 m              Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1997

Diese drei Fotos zeigen ausgewachsene Preußenbanner-Lippfische.

Größe:55 cm, Tiefe: 1 m                  Dhigufinolhu, Süd-Male-Atoll, 1991

Größe: 55 cm, Tiefe: 1 m                      Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Labrichthysgruppe -  Labrichthys
Putzerlippfische -  Labrichthyinae
Zweifarben-Putzerlippfisch  Labroides bicolor  Fowler & Bean, 1928

E: Bicolor cleaner wrasse, F:Girelle, J: Somewakebera, D: Hikaa

Größe: 10 cm, Tiefe: 1 m             Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 2000

Zweifarben-Putzerlippfisch Labroides bicolor Fowler & Bean, 1928

Ein Zweifarben-Putzerlippfisch bei der Arbeit an einem Sträflingsseebader.

In der Gattung der Labroides gibt es 5 Arten der eigentlichen Putzerlippfische, die das Putzen so intensiv meist an Putzerstationen betreiben, dass man von Putzsymbiosen sprechen kann. Jeder hat sein Vorteil: die einen werden satt, die anderen von Lästigem befreit.

Dieser Putzerfisch wird mit 14 cm fast doppelt so groß wie der bei weitem häufigere  Labroides dimidiatus , der anschließend beschrieben wird. Auch diese Art ist standorttreu und es war richtig lustig, einen dieser größeren Putzer zu beobachten, der sich offensichtlich seine Station in zu flachem Wasser eingerichtet hatte. Alle seine Kunden waren kaum größer als er und es war ihnen sichtbar unangenehm, einen beinahe gleich langen Fisch an sich heranzulassen und nahmen erschreckt Reißaus.

Normalerweise leben sie von den Ektoparasiten (grch.: auf der Körperoberfläche ihres Wirtes lebende Schmarotzer) und sie richten sich ihre Putzerstationen auch noch in 40 m Tiefe ein. Es gibt einige Farbvarianten von ihnen in anderen Gegenden ihres weiten Verbreitungsgebietes, aber immer herrschen die Farben blau und gelb vor. Diese Grundfärbung gilt sowohl für junge und wie auch erwachsene Tiere.

Junge Putzer leben alleine, erwachsene dagegen meist paarweise. Vielleicht, weil alle günstigen Stellen schon von anderen Putzern besetzt sind, sieht man erwachsene Tiere auch schon mal am Riff entlangziehen und ihre Dienste sozusagen „ambulant“ anzubieten.

Vorkommen: Indischer Ozean und Westpazifik.

Größe: 15 cm, Tiefe: 2 m                   Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1988

Größe: 15 cm, Tiefe: 3 m              Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Putzerlippfisch Labroides dimidiatus  (Valenciennes, 1839)

E: Bluestreak cleaner wrasse, F: Nettoyeur à bande bleue, J: Hon-somewakebera, D: Hikaa

Größe: 10 cm, Tiefe: 1 m               Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Putzerlippfisch Labroides dimidiatus (Valenciennes, 1839)

Putzerfische befreien ihre Kunden von allen möglichen Parasiten, die ihnen als Nahrung dienen. Der Verhaltensforscher Eibl - Eibesfeldt vermutet in der auffälligen Färbung und in dem Tanz, den der Putzerfisch vor seinem Kunden aufführt, ein Erkennungszeichen, ihn nicht zu fressen. Oft sind seine Kunden große, gefährliche Räuber. Aber auch diese fallen in eine regelrechte Starre, spreizen die Flossen fast unnatürlich ab, öffnen das Maul und die Kiemendeckel.

Das ist das Zeichen, worauf der etwa handlange schmale Putzer mit seiner Arbeit beginnt und anfängt, wieselflink Hautparasiten abzufressen. Die Putzer arbeiten immer paarweise. Sie verschwinden unter den Kiemendeckeln genauso wie im Maul oder picken von außen zwischen den sonst so gefürchteten Raubfischzähnen herum. Es kommt kaum mal vor, dass der Räuber mal zuschnappt. Hat dieser genug oder wird durch einen unvorsichtigen Schwimmer gestört, schüttelt sich der Räuber kurz und der Putzer verlässt das Maul.

Es gibt überall richtige Putzerstationen am Riff. An besonders weit aus dem Riff hervorragende Korallen kommen auch Hochseebewohner. Eine Woche lang kam einmal ein 1,50 m langer Barrakuda jeden Nachmittag an solch eine Stelle und ließ sich putzen. Der große Räuber lag im Winkel von 45 Grad im Wasser und sah von weitem aus wie ein Baumstamm. Das waren halt noch Zeiten im Jahre 1982! Schon 1 - 2 Jahre später waren die großen Barrakudas alle weggefangen.

Größe: ca. 10 cm, Tiefe: 1 m                                Angaga, Ari-Atoll, 1996

Bemerkenswert an diesem Bild von Angaga sind die Tischkorallen in hüfttiefem Wasser. War das mal eine schöne Welt! Und was machen die beiden Putzerfische noch so spät hier ohne Kundschaft?

Größe:10 cm, Tiefe: 1 m        Veligandu Hurra, Süd-Male-Atoll, 1990

Ein Pärchen Putzerlippfische an einem halberwachsenen Spiegelfleckjunker.

Ein andermal beobachtete ich eine Putzerstation, wo die Fische regelrecht anstanden. Ein großer Papageifisch war gerade dran, dann kam ein Pfauenaugen-Zackenbarsch an die Reihe und danach flitzten die kleinen Putzer zu einem Streifenseebader, der scheinbar desinteressiert und ohne zu fressen gewartet hatte.

Bei Beobachtungen über einen Zeitraum von 6 Stunden hat man an Putzerstationen immerhin 300 Kunden gezählt. Eine sagenhafte Leistung. Dieses vertraute Verhältnis der kleinen Putzer nutzt der Säbelzahnschleimfisch  Appidontus taeniatus schamlos aus.

Er hat in etwa die gleiche Form und Farbe wie der Putzerlippfisch angenommen und hat nur so die Chance, an die großen Tiere heranzukommen. Mit seinem zwar kleinen aber mit scharfen Zähnen ausgestatteten Maul zwickt er den erschrockenen, Putzleistungen erwartenden Kunden Stücke aus der Haut heraus. Dieser Putzernachahmer scheint gar nicht so selten am Riff zu sein. Achtet man mal darauf, sieht man hin und wieder doch mal einen größeren Fisch aus dem sonst ungestörten Riff hervorschießen. Am besten zu erkennen sollen sie am unterständigen Maul sein.

Höhlen vermeidet der Putzerlippfisch. Aber die dort lebenden Tiere müssen deswegen nicht auf die für die Gesundheit so wichtige Pflege verzichten. Hier haben Garnelen das Putzergewerbe übernommen. Es sind unter anderen Garnelen der Gattungen  Steenopus, Leandrites  und Hippolysmata die mit ihren schlanken langen Scheren z.B. die tagsüber an den Höhlendecken hängenden Rotfeuerfische und die Muränen reinigen.

Es sind schon 7 Garnelenarten beim Putzen beobachtet worden. Wie wichtig die Arbeit der Putzer im Riff ist, zeigt ein Versuch, der auf den Bahamas durchgeführt wurde. Man fing an einem Riffabschnitt alle Putzer weg. Viele sonst standorttreue Fische wanderten ab und die dagebliebenen hatten nach 2 Wochen allerlei Hautschäden, offene Wunden und Geschwüre. Zugewanderte junge Putzer stellten das Gleichgewicht aber bald wieder her.

Vorkommen: Indopazifik.

Regenbogenjunker Thalassoma hardwicke  (Bennett, 1830)

E: Sixbar wrasse, F: Tamarin, J: Senasujibera, D: Hikaa

Größe: 10 cm, Tiefe: 1 m               Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

2 maskuline Regenbogenjunker Thalassoma hardwicke  (Bennett, 1830)

Größe: 10 cm, Tiefe: 1 m                Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Es mag vielleicht nicht sehr seriös klingen, aber für mich sind sie die Spatzen des Meeres. Frech wie diese, allgegenwärtig, immer hungrig. Dort, wo Touristen die Fische füttern, sind sie am schlimmsten. Sie schwimmen gegen die Taucherbrille, beißen in Muttermale und Brustwarzen, zwicken sich die pellende Haut da ab, wo der Sonnenbrand am Größten war. Nach ihnen zu schlagen, lockt sie nur noch mehr an. Gibt es irgendwo am Riff etwas zu futtern, machen andere Fische Beute, sind sie garantiert die Ersten - als das Riff noch in Ordnung war.

Liegt man still am Riff um etwas zu beobachten, bleibt nur noch die Flucht ins freie Wasser. Dahin folgen sie nicht, denn dort lauern die genauso hungrigen Jäger wie Thunfische oder Makrelen. Wer schon auf den Malediven war, kennt diese bis zu 18 cm groß werdenden frechen Junker. Auch Sattelstreifenjunker oder Hardwicks Junker werden sie im deutschen noch genannt. Das kleine Bild zeigt den gleichen umgedrehten Korallenbrocken wie auf Seite 341. Dort wurde davon ein junger Zickzackjunker angelockt aber der kleine Regenbogenjunker war der Erste, kaum, dass der Brocken hochgehoben wurde. Einen gefräßigeren Fisch am Riff gibt es nicht. Zwischen Brot und Finger macht er keinen Unterschied: er beißt zu, was freilich nur ein kleines aber kräftiges Zwicken ist.

Ja, so war es einmal. Bis ungefähr 1998. Nun sind sie bei weitem seltener geworden.

Vorkommen: Gesamter Bereich des Indopazifik.

Größe: ca. 10 cm, Tiefe: 3 m                     Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1994

2 feminine Regenbogenjunker Thalassoma hardwicke  (Bennett, 1830)

Größe: ca. 10 cm, Tiefe: 1 m                                Angaga, Ari-Atoll, 1996

Jansens Lippfisch Thalassoma jansenii (Bleeker, 1856)

E: Jansen's wrasse, F: Girelle guêpe, J: Yansen-nishikibera, D: Hikaa

Größe: 12 cm, Tiefe: 1m                                   Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993

Jansens Lippfisch  Thalassoma jansenii  (Bleeker, 1856)

Er ist einer der selteneren Arten der Lippfische. Dafür wechselt er nicht dauernd die Farbe. Sie ist zwischen den Geschlechtern und zwischen Jung- und Alttieren annähernd gleich. Die Abbildung zeigt wahrscheinlich ein Sekundärmännchen, weil die Farben recht kräftig sind.

Alle 22 Arten der Gattung Thalassoma leben von Kleintieren wie Würmer, Krebsen, Garnelen. Sie fischen aber auch Zooplankton aus dem freien Wasser. Einige Arten können sich wie die Anemonenfische an das nesselnde Gift von Aktinen gewöhnen, in denen sie zumindest in der Jugend wohnen.

Der Lebensraum wird mit 1 - 18 m und die Länge mit 17 cm angegeben.

Vorkommen: Von den Malediven bis Japan und bis zu den Fiji-Inseln.

Größe: 12 cm, Tiefe: 1m                                   Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1994

Mondsicheljunker Thalassoma lunare  (Linnaeus, 1758)

E: Moonwrasse, F:Girelle verte, J: Otomebera , D: Kaashi hikaa

Größe: 25 cm, Tiefe: 1m                                   Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1994

Mondsicheljunker Thalassoma lunare  (Linnaeus, 1758)

Bei weitem seltener als die anderen Junker ist diese Art am Riff zu bewundern. Oben ist ein femininer und rechts untern ein maskuliner Fisch abgebildet. Links unten ist eine andere Färbung des Schwanzes zu erkennen. Die Fische sind sehr scheu und bewahren eine große Fluchtdistanz. Sie werden bis 25 cm groß und ihr Lebensraum reicht bis auf 20 m hinunter.

Vorkommen: Gesamter Bereich des Indopazifik und im Roten Meer.

Größe: 25 cm, Tiefe: 1m          Dhigufinolhu, Süd-Male-Atoll, 1991

Größe: 20 cm, Tiefe: 1m           Dhigufinolhu, Süd-Male-Atoll, 1990

Fünfstreifenjunker Thalassoma quinquevittatum  (Lay & Bennett, 1839)

E: Fivestripe wrasse, F: Girelle, J: Hakobera, D: Hikaa

Größe: 15 cm, Tiefe: 1m             Dhigufinolhu, Süd-Male-Atoll, 1991

Fünfstreifenjunker  Thalassoma quinquevittatum  (Lay & Bennett, 1839)

Nur ein mal in den vielen Jahren schamm dieser Junker vor die Linse. Entsprechend schlecht ist das Foto, leider. Anhand der Form und Färbung ist er aber sofort als Junker zu erkennen. Die kräftigen Farben kennzeichnen den Fisch als Männchen. Diese werden bis zu 17 cm groß und sie leben vom Riffdach bis hinab auf 450 m Tiefe.

Vorkommen: Von der ostafrikanischen Küste bis Hawaii.

Unterfamilie: Meißelzahnlippfische  - Pseudodacinae
Meiselzahnlippfisch Pseudodax moluccanus (Valenciennes, 1840)

E: Chiseltooth wrasse, F: Vieille ciseau, J: , D:Hikaa

Größe: 25 cm, Tiefe: 1m                        Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Meiselzahnlippfisch Pseudodax moluccanus  (Valenciennes, 1840)

Unter all den Tausenden Fotos war der Meiselzahnlippfisch nie dabei. Und da schwamm er 2008 munter über das kaputte Riffdach an der Insel Embudu putzmunter herum, scheu zwar, aber prima digital auf den Chip der Canon G9 zu bannen.

Bis 30 cm wird er immerhin groß - so ein großer Fisch entgeht einem nicht so schnell zumal man alles auf die Platte bannt was da schwimmt. Die Erklärung könnte sein, dass diese Art relativ tief lebt. Jungfisch sind in Höhlen unterhalb 20 m zu finden und putzen dort andere Fische. Die erwachsenen Tiere leben von Algen und kleinen Invertebraten. Sie schwimmen immer alleine umher. Es sind nahe Verwante der Papageifische.

Vorkommen: Gesamter Indopazifik, vom Roten Meer bis Hawaii.

Größe: 25 cm, Tiefe: 1m                     Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Unterfamilie: Messerlippfische -  Novaculini

Doppelpunkt-Messerlippfisch Cymolutes praetextatus  
(Quoy & Gaimard, 1834)

E: Knife razorfish

Größe: 10 cm, Tiefe: 1 m                             Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Doppelpunkt-Messerlippfisch Cymolutes praetextatus  (Quoy & Gaimard, 1834)

 Bild wird ausgewechselt

Größe:12 cm, Tiefe: 2 m                 Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Den Doppelpunkt-Messerlippfisch – auch Sandlippfisch genannt – halten wohl viele erst einmal für eine Grundel. Zumal wenn man sieht wie er bei Gefahr im Sand verschwindet. So schläft er auch. Gut, eine Grundel hat einen Bau, aber kann man das so genau UW verfolgen?

Diese Art wird 20 cm groß. In Seegraswiesen und über lockeren Sandböden in Lagunen ist er recht häufig zu finden. Die blassen Farben wechseln mit dem Wachstum, die Geschlechter zeigen ebenfalls einen geringen Farbunterschied ohne jede feste Konturen.

Am besten ist diese Art noch an der schlängelnden Schwimmbewegung zu erkennen wenn auch der Vortrieb einzig und alleine wie bei allen Lippfischen nur von der Schwanzflosse kommt.