Handbuch der Malediven

Fische der Malediven

Kapitel 2: Knochenfische

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Ordnung der Barschartigen -  Perciformes

Familie: Papageifische -  Scaridae

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Weltweit: 96 Arten, hier beschrieben:16 Arten mit 92 Fotos, im Archiv: 327 Fotos

Größe: 50 cm, Tiefe: 2 m

Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995

Ein Singapurpapageifisch  Scarus prasiognatthus beim Abschaben von Algen

Papageifische  Scaridae

Ihren Namen haben die Papageifische von dem schnabelartig gewachsenen Kiefer, der dem Papageienschnabel in Form und Funktion sehr ähnlich ist. Desgleichen erinnern die bunten Farben an die Vögel, denn auch bei den Fischen dominiert die Farbe Grün.

Alle Papageifische haben eine durchgehende Rückenflosse. Die Familie der  Scaridae  wurde 1994 von D. R. Bellwood einer Revision unterzogen. Wurde sie bis dahin in 2 Unterfamilien gegliedert: den Sparisomatinae mit 5 Gattungen (sie haben unregelmäßig durcheinander stehende runde Zähne) und den  Scarinae mit 4 Gattungen, von denen eine alleine ( Scarus ) 50 Arten umfasste, werden sie jetzt in 10 gleichwertige Gattungen eingeteilt. War bisher mehr das Äußere maßgebend, bestimmt jetzt der Knochenbauplan der Papageifische die Einteilungen der Gattungen. Als wichtigste Änderung übernimmt die neue Gattung  Chlorurus 15 Arten der Gattung  Scarus , die jetzt noch 45 Arten hat. Im westlichen Indischen Ozean, also hier um die Malediven, gibt es nach Fishbase 51 Arten dieser auffälligen Fische.

Was die Bestimmung der Papageifische so schwierig macht, sind die immer wieder wechselnden Farbkleider. Jungtiere haben andere Farben als die oft schreiend bunten Männchen und die dunklen, unscheinbaren, meist einfarbigen Weibchen. Die haben oft fast hässliche Farbtöne in stumpfen braun, braunrot oder grau. Geschlechtsumwandlungen ziehen ebenfalls einen Farbwechsel nach sich.

Nachts hüllen sich einige Arten auf dem Grund liegend in eine Röhre aus Schleim ein, die nur am Kopf- und Schwanzende eine Öffnung für das Atemwasser hat. Der Schleim wird von einer Drüse produziert und durch die Kiemenspalten mit dem Atemwasser über den Körper verteilt. Die Drüse arbeitet alle 12 Stunden und das auch bei Tieren in Aquarien die keinem Lichtwechsel unterzogen sind. Die Schleimumhüllung soll den eigenen Körpergeruch überdecken und sie so vor ihren nachts mit ausgezeichnetem Geruchssinn jagenden Feinden, den Muränen, schützen.

Bei großen Papageifischarten wurde noch eine andere Methode der nächtlichen Tarnung entdeckt. Am späten Nachmittag reiben sie sich in dichten Gorgonien an den Zweigen, um deren Geruch anzunehmen und ihren eigenen zu überdecken. Vielleicht schützt das aber nur gegen Parasiten. Der Schleim der Papageifische ist auf eine passive Art giftig, unterscheidet sich von jener Giftigkeit, die der aktiven Abwehr mittels Giftapparaten dient wie sie z.B. Stein- und Rotfeuerfische entwickelt haben. Durch Aufnahmen von Algen, Bakterien und Pilzen entsteht das Gift des Schleimes. Zwar wird keiner auf die Idee kommen, einen dieser mit Sand gefüllten Papageifischen zu essen - so dachte ich immer - aber ihre Feinde tun es. Sie sind gegen das Gift immun. Ihre ärgsten Feinde sind die Muränen aber auch Riffhaie, Zackenbarsche und Barrakuda jagen Papageifische und zumindest die beiden letzten essen wir ja durchaus. So kann es indirekt zur gefürchteten  Fischvergiftung Ciguatera kommen.

Größe: 30 cm, Tiefe: 2 m                        Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1994

Singapurpapageifische

Einige Arten der Papageifische rotten sich zu Fressgemeinschaften zusammen. Wie hier die Singapurpapageifische bei Kuramathi um Weihnachten 1994. Das treibt die kleinen Riffbarsche zu schierer Verzweiflung. Sie können die großen Fische nicht mehr von ihrer Wohnkoralle vertreiben.

Die Vergiftung ist deshalb so heimtückisch, weil sie von Fischen, die zu anderen Zeiten und an anderen Orten durchaus nicht giftig sind, verursacht wird. Ob ein Fisch nun essbar ist oder nicht, kann nur ein einheimischer Fischer mit seiner Erfahrung entscheiden - Vorkoster sind ja etwas aus der Mode gekommen.

Wie groß war vor kurzem jedoch das Erstaunen, als bei einem Fischhändler in London tiefgefrorene Papageifischerumlagen. Die Farben bei den brettsteifen Tieren waren hässlich dunkel und stumpf, doch ließ der Schnabel keinen Zweifel aufkommen: es waren Scaridae. Ja, sagte der Fischhändler, sie schmecken normalerweise wirklich nicht. Legt man sie aber roh in eine „salsa picante“ aus Zitronensaft, Öl und Chili ein, wäre es eine Delikatesse.

Größe: 50 cm, Tiefe: 3 m     Meedhuffushi, Süd-Nilandu-Atoll, 1999

Ein Papageifisch bei der Arbeit. Er läßt den für die Inseln so wertvollen Sand ab, Reste der zerkauten Korallen.

Ein sicheres Erkennungszeichen für Mitglieder dieser Familie ist auch das Fressverhalten. Sie nagen mit hörbarem Schaben von der Oberfläche abgestorbener Korallen die Algen ab, knacken laut die Spitzen verzweigter Korallen und zerkauen diese um an die Polypen heranzukommen. Deutlich sind überall im Riff die Spuren zu sehen. Es wird geschätzt, dass rund ein Drittel des so weißen Sandes der Koralleninseln durch den Magen der Papageifische gewandert ist. Beobachtungen zeigen, dass ein ungefähr 50 cm großer Papageifisch ca. alle 30 Sekunden ein Stück Koralle abbeißt und zerkaut.

Jede Minute scheidet er den Sand wieder aus. Angenommen es sind 5 g Sand, das 60-mal in der Stunde, 8 Stunden am Tage und das 365-mal im Jahr, ergibt das bei einem einzigen Tier nach dieser Rechnung schon 876 kg Sand. Und wie viele Papageifische gibt es am Riff!

Oft rotten sich Papageifische zu großen Fressgemeinschaften zusammen, überfallen dann regelrecht einzelne Korallenstöcke und beißen alles kurz und klein. Tapfer aber hoffnungslos verteidigen die mit diesen Korallen zusammenleben den kleinen Fische ihr Zuhause, können natürlich nichts ausrichten. Die Papageifische sind mit den Lippfischen eng verwandt. Sie haben zum Teil die gleiche Körperform und schwimmen ebenfalls nur mit den großen, flügelartigen Brustflossen. Papageifische leben in allen tropischen Meeren.

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Fam. Papageifische Scaridae Parrotfishes

Gat. Buckelkopf-Papageifische Bolbometopon

Art Büffelkopf-Papageifisch Bolbometopon muricatum 1 Green humphead parrotfish PoisPerroquet bossu vert Kanmuribudai Landaa

Gat. Calotomus Calotomus Calotomus . . .

Art Oliven-Papageofisch Calotomus carolinus 16 Carolines parrotfish Perroquet des Carolines . Landaa

Gat. Cetoscarus

Art Zweifarben-Papageifisch Cetoscarus bicolor 2 Bicolour parrotfish Poisson-perroquet baleine Irobudai Mudhikey landaa

Gat. Chlorurus

Art Kapitän-Papageifisch Chlorurus enneacanthus 3 Captain parrotfish Perroquet capitaine . Landaa

Art Buckelkopf-Papageifisch Chlorurus gibbus 4 Heavybeak parrotfish Perroquet mâchoiron . Landaa

Art Kugelkopf-Papageifisch Chlorurus sordidus 5 Daisy parrotfish Perroquet marguerite Hagebudai Noo landaa

Art Indischer Buckelkopf-Papageifisch Chlorurus strongylocephalus Indian Ocean steephead parrot Poisson-perroquet bleu . Raiy landaa

Gat. Hipposarus

Art Langnasen-Papageifisch Hipposarus harid 7 Candelamoa parrotfish Perroquet candelamoa . Landaa

Gat. Scarus

Art Gebänderter-Papageifisch Scarus caudiofasicatus 8 Redbarred parrotfish Perroquet à bandes rouges . Landaa

Art Grünbürzel-Papageifisch Scarus frenatus 9 Bridled parrotfish Perroquet à six bandes Amimebudai Landaa

Art Blauband-Papageifisch Scarus ghobban 10 Blue-barred parrotfish Perroquet à écailles jaunes Hibudai Landaa

Art Schwarzer Papageifisch Scarus niger 11 Dusky parrotfish Perroquet dorade Buchibudai Noo landaa

Art Singapur-Papageifisch Scarus prasiognatthus 12 Singapore parrotfish Perroquet étaubone Nishikibudai Landaa

Art Nasenhöcker-Papageifisch Scarus rubroviolaceus 13 Ember parrotfish Perroquet braisé Naga-budai Landaa

Art Dunkelkappen-Papageifisch Scarus scaber 14 Fivesaddle parrotfish Perroquet à cinq selles Budai Landaa

Art Dreifarben-Papageifisch Scarus tricolor 15 Tricolour parrotfish Perroquet tricolore Ichimonji-budai Landaa

Private Statistik über die Häufigkeit der in den maledivischen Gewässern vorkommenden Papageifischarten:

Auf insgesamt 327 Fotos von Papageifischen im Zeitraum von 1982 bis 2008 lässt sich inetwa die Häufigkeit der Arten ablesen:

Tiefe: ca. 4 m                                        Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Büffelkopf-Papageifisch

Oliven-Papageifisch

Zweifarben-Papageifisch

Kapitän-Papageifisch

Buckelkopf-Papageifisch

Kugelkopf-Papageifisch

Indischer Buckelkopf-Papageifisch

Langnasen-Papageifisch

Gebänderter-Papageifisch

Grünbürzel-Papageifisch

Blauband-Papageifisch

Schwarzer Papageifisch

Singapur-Papageifisch

Nasenhöcker-Papageifisch

Dunkelkappen-Papageifisch

Dreifarben-Papageifisch

<1%

<1%

10%

7%

5%

2%

26%

7%

1%

6%

3%

5%

10%

5%

<1%

<1%

Bedroom: No sex please! We are Muslims!

Am Riff herrscht absolute Wohnungsnot, vor allen Dingen nachts. Da drängt man sich schon mal mit anderen Arten in eine Höhle um Schutz zu suchen.

Die Zahlen gelten nur für den Zeitraum als es noch Korallen gab. Viele Arten lebten ja nur von Korallenpolypen. Die gibt es kaum noch. Die Arten, die vom Abschaben der Algen leben, sind jetzt in der Überzahl.

Familie: Papageifische -  Scaridae
Büffelkopf - Papageifisch  Bolbometopon muricatum (Valenciennes, 1840)

E: Green humphead parrotfish , F: Perroquet bossu vert, J: Kanmuribudai, D: Landaa

Größe: 120 cm, Tiefe: 12 m             Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Büffelkopf-Papageifisch

Bolbometopon muricatum (Valenciennes, 1840)

Größe: 120 cm, Tiefe: 12 m       Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Mit 120 cm ist es die größte Papageifischart. Die Gattung Bolbometopon besteht nur aus dieser einen Art. Die mächtigen Tiere sind durch den oft stark angeschrammten Buckel auf der Stirn unverkennbar.

Der Buckel fängt an zu wachsen wenn die Tiere so um die 20 cm groß sind. Mit dieser dicken Stirn rammen sie in die Korallen und brechen sie ab um sie dann mit vernehmlichen knacken zu zermalmen.

Sie sind immer selten zu sehen gewesen. Nur am Außenriff und hin und wieder am Anleger von Kuredu von all den Touristeninseln der Malediven schwammen sie herum. Ob sie das Korallensterben 1998 überlebt haben, ist mehr als fraglich.

Junge Fische sind grau und haben weiße Flecken auf den Seiten. Sie schwimmen paarweise oder in kleinen Schulen zu 4 oder 5 Fischen herum, meist unterhalb von 5 Meter. Zum Schlafen legen sich die Büffelkopf-Papageifische einfach auf den Boden.

Sieht man sie zum ersten Male, verwechselt man sie garantiert mit einem Napoleon, dem sie ja in Form und Farbe aus der Ferne sehr ähnlich sehen. Trotzdem. Irgendwie urig die Kerle!

Vorkommen: Indischer und Pazifischer Ozean, Rotes Meer.

Ihr Größe alleine schützt sie. Ihre Fluchtdistanz ist gering. Von Tauchern und Schnorchlern ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie tauchen bis auf 50 Meter ab, bis zur Grenze des Korallenwachstums.

Größe: 120 cm, Tiefe: ca.15 m        Kuredu, Faddhippolhu-Atoll, 1998

Oliven - Papageifisch Calotomus carolinus (Valenciennes, 1840)

E: Carolines parrotfish , F: Perroquet des Carolines, J: Budai, D: Landaa

Vorkommen: Ostafrika bis Mexico.

Man muss schon genau hinschauen um diesen Papageifisch zu finden. Nie gedacht, ausgerechnet auf Embudu 2008 neue Fischarten zu entdecken. Den Calotomus carolinus hier z. B., nie vorher schwamm er vor die Linse. Dabei hat er die größte Verbreitung, die ein Papageifisch haben kann: von Ostafrika bis Mexico. Seine Tarnung ist aber auch gut. Er lebt ausschließlich von Algen die er nach Papageienfischart von den Korallen abschabt.

Größe: 40 cm, Tiefe: 3 m           Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Oliven - Papageifisch

Calotomus carolinus (Valenciennes, 1840)

Zweifarben - Papageifisch Cetoscarus bicolor (Rüppell, 1829)

E: Bicolour parrotfish , F: Poisson-perroquet baleine, J: Irobudai, D: Mudhikey landaa

Größe: 70 cm, Tiefe: 1 m              Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Zweifarben - Papageifisch, maskulin,  Cetoscarus bicolor (Rüppell, 1828)

Größe: 70 cm, Tiefe: 1 m                Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993

Es ist schon eigenartig mit den Papageifischen: da ist hier auf den Bildern die gesamte Familie der  C. bicolor abgebildet, aber man wird sie nie zusammen sehen. Es sind absolute Einzelgänger und selbst die Jungfische schwimmen alleine herum. Drei grundverschiedene Farbkleider für eine Papageifischart: oben männliche, unten weibliche und dann der jugendliche Fisch in prachtvollem Weiß mit ca. 10 cm Länge (seit 1990 nie mehr gesehen!).

Die Farben der ausgewachsenen männlichen Tieres sind grün und lila, die weiblichen sind eher grau und die der Jungtiere auffallend weiß und gelb. Das beste Unterscheidungsmerkmal ist das gelb umrandete Auge, das in allen Farbphasen so bleibt. Bis 90 cm werden sie groß. Nur die Art  Bolbometopon (Buckelkopf-Papageifisch) wird mit 120 cm noch größer.

Zweifarben-Papageifische (auch Clown- oder Masken-Papageifisch) leben hauptsächlich von Algen, die sie weithin hörbar von abgestorbenen Korallen abschaben. Die frischen Spuren ihrer halbrunden Schnäbel sind überall am Riff hell im bräunlichgrünen Algenbewuchs als kurze Kratzspuren zu sehen. Sie haben jetzt nach dem großen Korallensterben mehr Futter denn je, denn die Riffe sind veralgt. Nachweislich haben sie früher auch Korallen zerbissen. 2008 auf Embudu kamen sie aber gut auch ohne Korllen aus.

Vorkommen: Tropischer Indo-Westpazifik, vom Roten Meer bis Japan und zu Great Barrier Reef.

Größe: 50 cm, Tiefe: 3 m               Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1987

Zweifarben - Papageifisch, feminin,  Cetoscarus bicolor (Rüppell, 1828)

Größe: 60 cm, Tiefe: 1 m                   Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Größe: 10 cm, Tiefe: 1 m          Dhigufinolhoo, Süd-Male-Atoll, 1990

Zweifarben - Papageifisch, juvenil,  Cetoscarus bicolor (Rüppell, 1828)

Größe: 70 cm, Tiefe: 3 m                      Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Ein  Trompetenfisch hat sich einen Cetoscarus bicolor zum "Reiten" ausgesucht

Kapitänpapageifisch Chlorurus enneacanthus (Lacepède, 1802)

E: Captain parrotfish , F: Perroquet capitaine, J: Malediv kumanomi, D: Maagandu mas

Größe: 90 cm, Tiefe: 3 m                             Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1994

Kapitänpapageifisch Chlorurus enneacanthus (Lacepède, 1802)

Größe: 80 cm, Tiefe: 3 m                                 Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995

Die ersten Fotos kamen 1993 auf Ellaydhoo in den Kasten. Mit den damaligen Mitteln war dieser eindeutig doch zu den Scaridae gehörende Fisch nicht zu bestimmen. Die Fotos in allen Büchern waren und sind einfach zu schlecht. Sie zeigten nicht die Kreise der Zeichnungen am Kopf. Auch heute sind die Fotos z. B. auf Fishbay immer noch grottenschlecht (wenn die nicht so ablehnend dem Deutschen gegenüber wären, könnte man die Bilder ja hochladen!).

Die Art ist wirklich selten. Die Bilder oben wurden des Nachts am Riff gemacht. Ungefähr sechs der Fische klemmten sich im ca. 3 Meter Tiefe unter Korallen um dort zu schlafen. Sie ließen sich auch durch das Licht nicht vertreiben. 15 Jahre später am inzwischen abgestorbenen Riffdach von Embudu (Bilder unten) war diese Art wieder da, nur einen Tag lang.

Vorkommen: Von den Malediven und dem Chagos-Archipel bis zur ostafrikanischen Küste im westlichen Indischen Ozean.

Größe: 100 cm, Tiefe: 3 m                                 Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995

Größe: 90 cm, Tiefe: 5 m                                 Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995

Rotmeerbuckelkopf-Papageifisch  Chlorurus gibbus  (Rüppell, 1829)

E: Heavybeak parrotfish , F: Perroquet mâchoiron, J: Budai, D: Landaa

Größe: 60 cm, Tiefe: 1 m                   Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Rotmeerbuckelkopf-Papageifisch, maskulin, Chlorurus gibbus (Rüppell, 1829)

Hier irrt der sonst so zuverlässige Mergus Meerwasseratlas, Band 7, Seite 841: Diese Art gibt es sehr wohl ausserhalb des Roten Meeres. Fishbase und die Bilder hier widerlegen es. Die männlichen Tiere haben mal mehr oder weniger grün gefärbte Wangen wie auf den beiden Bildern oben zu sehne ist. Sie sind nur schwer von der anderen Art, Chlorurus strongylocephalus (Bleeker, 1854), die ebenfalls hier herumschwimt, zu unterscheiden.

Diese Art wird bis 70 cm groß. Das Korallensterben hat ihnen offentsichtlich an den Malediveninseln nicht viel ausgemacht. Sie schaben nach wie vor die Algen ab und scheinen nach eigenen Beobachtungen auch Teile vom Untergrund mitzufressen.

Das Farbenkleid der Weibchen und der Jungtiere ist komplett anders geartet. Bei den Weibchen dominiert Rot. Bei den juvenilen Papageifischen dieser Art ist jede Schuppe mit gelber Grundfarbe rot eingefasst.

Vokommen laut Fishbase: Gesamter Indopazifik.

Größe: 40 cm, Tiefe: 6 m                       Kuramathi, Rasdoo- Atoll, 1987

Rotmeer-Buckelkopf-Papageifisch, feminin, Chlorurus gibbus (Rüppell, 1829)

Größe: 40 cm, Tiefe: 5 m                            Ari-Beach, Ari- Atoll, 1992

Größe: 30 cm, Tiefe: 2 m                 Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Rotmeer-Buckelkopf-Papageifisch, juvenil,  Chlorurus gibbus (Rüppell, 1829)

Kugelkopf-Papageifisch Chlorurus sordidus (Forsskål, 1775)

E: Daisy parrotfish , F: Perroquet marguerite, J: Hagebudai, D:Noo landaa

Größe: 40 cm, Tiefe: 1 m            Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Kugelkopf-Papageifisch Chlorurus sordidus (Forsskål, 1775)

Die Bestimmung dieses großen Papageifisch ist alles andere als sicher. Irgendwo im eigenen Archiv müssen noch andere Bilder sein, auch von den Jungfischen. Das Bild hier fungiert erst einmal als Platzhalter...

Vokommen laut Fishbase: Gesamter Indopazifik.