Handbuch der Malediven

Handbuch der Malediven

Kapitel 4: Nesseltiere

Seite

von  12

8

Die Wirbellosen Tiere - Invertebrata
Stamm Nesseltiere - Cnidaria
Klasse Blumentiere - Athozoa
Unterklasse Sechsstrahlige Korallen - Hexacorallia

Familie der Pilzkorallen - Fungiidae

Im flachen Wasser sah man sie überall auf dem Grund liegen: Pilzkorallen. Rund, immer bewegungslos: nicht auf Anhieb als Tier zu erkennen. Dann entdeckt man längliche Pilzkorallen und beim näheren Hinsehen sieht man bei den runden Arten unterschiedliche Formen und Farben.

Sind die einen mit glatten Spalten ausgestattet, haben andere kleine Zähnchen dazwischen und wieder andere sind helmförmig oder an einigen Stellen rötlich gefärbt. Warum sie Pilzkorallen genannt werden, wenn sie doch so flach herumliegen, erklärt sich erst, wenn man den Stiel entdeckt, an dem sie im jungen Stadium am Tier selbst oder am Boden angewachsen sind. Eine Larve last sich nieder und daraus entwickelt sich ein einzelner, festsitzender Polyp, ein Tropozooid, der nach und nach ein pilzähnliches Aussehen bekommt. Irgendwann löst sich der Pilzhut ab und führt sein weiteres Leben bewegungslos am Boden liegend als Solitärkoralle.

Junge Pilzkorallen sehn wirklich aus wie Pilze

Systematik: Familie der Pilzkorallen -  Fungiidae

Reich  Hohltiere Radiata Radiata

Stamm Nesseltiere Cnidaria

Klasse Blumentiere Anthozoa

Unterklasse Sechsstrahlige Korallen  Hexacorallia

Ordnung Steinkorallen Scleractinia Stone corales

Unterordnung Pilzkorallen Fungiina Mushroom coral

Familie Pilzkorallen Fungiidae Mushroom coral

Gattung Ctenactis Ctenactis

Art Fluoreszierende Pilzkoralle Ctenactis echinata (Pallas, 1766) Mushroom coral-1

Gattung Fungia

Art Pilzkoralle Fungia concinna Mushroom coral-2

Art Geimeine Pilzkoralle Fungia fungitis Mushroom coral-4

Art Klunzingers Pilzkoralle Fungia klunzingeri Mushroom coral-4a

Art Diskuskoralle Fungia repanda Frisby coral-5

Art Klunzingers Pilzkoralle Fungia scruposa Mushroom coral-6

Art Pilzkoralle Fungia scutaria Mushroom coral-7

Art Pilzkoralle Fungia simplex Mushroom coral-8

Gattung Hilomitra

Art Pilzkoralle Hilomitra pileus Mushroom coral-8a

Gattung Heliofungia

Art Anemonenpilzkoralle Heliffungia actiniformes Mushroom coral-9

Gattung Herplitha

Art Bumerangpilzkoralle Herplitha limax Mushroom coral-10

Gattung Polyphyllia

Art Zungenkorlle Polyphyllia talpina Slipper coral-11

Gattung Sandalitha

Art Robuste Pilzkoralle Sandalitha robusta  Mushroom coral-12

Familie der Pilzkorallen -  Fungiidae

Nicht nur für die Pilzkoralle gibt es weder im Deutschen noch im Englischen Trivialnamen. Viele Arten mit oft nur geringen äußeren Unterscheidungsmerkmalen verhindern das. Es gibt nur wenig Literatur, die Korallen sind noch nicht richtig erforscht, Aquamarine kann man zur Bestimmung nicht heranziehen. Ein sehr schwieriges Gebiet.

Fluoreszierende Pilzkoralle -  Ctenactis echinata (Pallas, 1766)

E: No common name in Einglish!

Länge:: ca. 30 cm, Tiefe: 1 m                Vilamendhoo, Ari - Atoll, 2010

Fluoreszierende Koralle-Ctenactis echinata (Pallas, 1766)

Länge:: ca. 30 cm, Tiefe: 1 m                   Vilamendhoo, Ari - Atoll, 2010

Die Fluoreszierende Pilzkoralle liegt, wie alle anderen Pilzkorallen, lose am Boden. Sie wurde nur zum Fotografieren auf eine Tischkoralle gelegt (und natürlich an den Fundort zurückgebracht!). Die Oberseite ist von gezähnten Kalksepten rauh und unregelmäßig überzogen. Die Unterseite ist fast weiß und ist mit vielen spitzen Kalknadeln besetzt.

Haben sie Zeit zum Wachsen, werden sie bis 60 cm lang. Der obere Riffbereich ist ihr bevorzugte Lebensraum. Hier siedeln sich die Larven an. Einige Exemplare sind auch am Fuß der Riffe bis in 30 m Tiefe zu finden - ob sie sich dort angesiedelt haben oder von Strömungen herangetragen wurden, sei dahingestellt. Eine einmal ungedrehte Koralle kann sich nicht wieder aufrichten und geht ein. Ihre Tentakel können Nachts nicht mehr nach Plankton fischen, sie verhungert.

Etwas besonderes zeichnet diese auch Langgestreckte Koralle genannte Art aus: Es ist der größte Korallenpolyp im Tierreich. Der ganze Körper ist ein einziger Polyp. Er bildet keine Querwände und sekundäre Mundöffnungen wie die riffbildenden Steinkorallen aus wo die Polypen dicht an dicht sitzen. Hat sich die Larve einmal festgesetzt, wächst sie zu einem bis 1 cm langen Stiel heran der sich zu einer pilzähnlichen Scheibe verbreitert. Hat diese „Pilzkappe“ eine gewisse Größe erreicht, wird sie abschnürt. Die fertige Koralle wächst dann am Boden weiter und der festgewachsene Stiel produziert über viele Jahre hinweg weitere Korallen. Es gibt aber auch Ausnahmen. Sie sind auf der folgenden Seite beschrieben.

Vorkommen: Gesamter Indopazifik mit den Nebenmeeren.

2-Pilzkoralle -  Fungia  concinna Verrill, 1864

E: No common name in Einglish!

Durchmesser: ca. 8 cm, Tiefe: <1 m              Angaga, Ari-Atoll, 1996

2-Pilzkoralle-Fungia concinna  Verrill, 1864

Durchmesser: ca. 8 cm, Tiefe: <1 m              Embudu, Süd-Male-Atoll, 2009

In der Gattung Fungia Lamarck, 1801 sind 33 Arten verzeichnet. Sie haben meist die Form eines Diskus.

Manchmal kommen die Larven aller Pilzkorallenarten nicht weit: Sie heften sich einfach an ihren Produzenten an. Man muss allerdings hunderte Pilzkorallen vorsichtig umdrehen und wieder genau an die gleiche Stelle zurücklegen, bis man diese Koralle mit den drei Stielen und den zwei fast schon fertigen neuen Pilzkorallen finden kann. Schleierhaft ist, wie die jungen Pilzkorallen dann freikommen und sich aufrichten können um ihre Tentakel auszustrecken.

Manchmal kommen die Larven aller Pilzkorallenarten nicht weit: Sie heften sich einfach an ihren Produzenten an. Man muss allerdings hunderte Pilzkorallen vorsichtig umdrehen und wieder genau an die gleiche Stelle zurücklegen, bis man diese Koralle mit den drei Stielen und den zwei fast schon fertigen neuen Pilzkorallen finden kann. Schleierhaft ist, wie die jungen Pilzkorallen dann freikommen und sich aufrichten können um ihre Tentakel auszustrecken.

Sind es die Wellen? Helfen die Fische, die wie die Drücker alles umdrehen um nach Fressbarem zu suchen? Aber die Pilzkorallen scheinen ihnen nicht zu schmecken. Nie war zu sehen ein Papageifisch oder ein Drücker der an ihnen herum knapperte obwohl sie doch genau in die starken Schnäbel passen würden, noch waren angebissene Pilzkorallen zu finden.

Den abgebrochenen Stiel einer runden Pilzkorallenart mit einer fast fertigen Koralle lag an einer neuerrichteten Mauer auf der Insel Vilamendhoo. Über das Alter und das Wachstum ist nichts bekannt.

Erstaunlicher weise haben alle Fungiaarten das Frühjahr 1998 überlebt.

4-Gemeine Pilzkoralle -  Fungia fungitis (Linnaeus, 1758)

E: No common name in Einglish!

Durchmesser: ca. 8 cm, Tiefe: <1 m          Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Gemeine Pilzkoralle-Fungia fungitis (Linnaeus, 1758)

Durchmesser: ca. 8 cm, Tiefe: < 1 m                Angaga, Ari - Atoll, 1996

Die grünlich bis bräunlich gefärbte Art er­reicht einen Durchmesser von 20 cm und lebt in den ersten 10 Metern am Riff. Oft sind einige Teile rot gefärbt. Dieses Rot erinnert an die Farbe der Kalkalgen. Ob diese so befallenen Korallen krank sind? Ihre Tentakel streckt die Koralle nur nachts zwischen den Rillen hervor. Sie sind lang und dünn.

Diese runde Koralle ist oben in der Mitte fast immer aufgewölbt. Sie ist an den vereinzelten Zähnchen in den Rillen gut zu erkennen. Auch diese Koralle besteht aus einem einzigen Polyp. Sie lebt auf Sand und Geröll.

Ein Versuch eine Hand voll Sand auf eine Pilzkoralle rieseln zu lassen, zeigt ein eindrucksvolles Ergebnis: 90% lief davon die Rillen direkt herunter und der Rest war nach einigen Minuten ebenfalls abgetragen und die Koralle hatte ihre ursprüngliche Farbe wieder. Diese Fähigkeit dürfte der Art auch ein Leben in sedimentreichen Gewässern ermöglichen.

Vorkommen: Indopazifik und Rotes Meer.

4a-Klunzingers Pilzkoralle -  Fungia klunzingeri Döderlein, 1901

E: No common name in Einglish!

Durchmesser: ca. 20 cm, Tiefe: < 1 m       Vilamendhoo, Ari-Atoll, 2010

4a-Klunzigers Pilzkoralle -  Fungia klunzingeri Döderlein, 1901

Die Radiärrippchen stehen eng beieinander und sind gezähnt. Die meisten sind braun, unre­gelmäßig verteilt sind weiße Rippen zu sehen. Sie ist im Durchmesser kleiner als die anderen Pilzkorallen und wird nicht größer als 20 cm. Im letzten Bild ist die Un­terseite abgebildet.

Pilzkorallen im Allgemeinen können sich auf unterschiedliche Art und Weise ernähren. Grundla­ge der Ernährung im Meer ist das Einfangen des vorbeischwebenden Planktons, das meist Nachts durch die dann gefahrloser ausgestreckten Tentakel erfolgt.

Einige Arten fangen aber auch Futterbrocken ein, was im Aquarium beobachtet werden konnte. Im Meer dürften auch mikrosko­pisch kleine organische Partikel, die überall beim Fressen der großen Fische anfallen, eine Rolle spielen, wie auch im Wasser gelöste organische Verbindungen.

Existenzgrundlage ist bei allen Steinkorallen die Symbiose mit den Zooxanthellen. Kaum richtig erforscht, hat die anthropogene (durch Menschen verursachte Umweltveränderung) 1998, dem Rekordjahr der weltweiten Erwärmung, alle Korallen, die auf diese Sym­biose angewiesen waren, wurden schwer geschädigt oder sind ausgestorben.

Vorkommen: Indopazifik, Rotes Meer.

5-Diskuskoralle -  Fungia repanda Dana, 1846

E: Frisby coral

Durchmesser: ca. 10 cm, Tiefe: < 1 m               Angaga, Ari-Atoll, 1996

Diskuskoralle- Fungia repanda Dana, 1846

Durchmesser: ca. 10 cm, Tiefe: < 1 m                Angaga, Ari-Atoll, 1996

Durchmesser: ca. 10 cm, Tiefe: < 1 m              Angaga, Ari-Atoll, 1996

Ist die Symmetrie dieser Koralle nicht wunderschön? Die Diskuskoralle (auch Pilzkoralle) ist nur im jungen Stadium mit einem dünnen Stiel am Boden festgewachsen. Sie ist auf nicht zu sandigen Böden auch heute noch an jedem Riff zu finden.

Die Koralle besteht aus einem einzigen Polypen. Die schwach gezähnten Septen verlaufen gradlinig vom Zentrum bis zum Kelchrand. So kann sich aufgewirbelter Sand nicht auf der bewegungsunfähigen Koralle festsetzen und rieselt rückstandslos ab.

Die Pilzkorallen sind als einzige in der Lage, auch einmal eine kleine Garnele oder sogar einen kleinen Fisch zu erbeuten.

Die Tentakel befördern die Beute in die Mitte der Koralle wo, wie oben, bei eingezogenen Tentakeln der Mund gut als Schlitz zu erkennen ist. Daran schließt sich der kleine, eng begrenzte Gastralraum an, wo jede Nahrung verdaut wird.

Unverdauliche Brocken werden wieder ausgestoßen und von den Tentakeln nach außen über den Rand gebracht.

Vorkommen: Gesamter Indopazifik.

6-Klunzigers Pilzkoralle -  Fungia scruposa Klunzinger, 1897

E: No common name in Einglish!

Durchmesser: ca. 20 cm, Tiefe: < 1 m         Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Klunzigers Pilzkoralle -  Fungia scruposa Klunzinger, 1897

Durchmesser: ca. 20 cm, Tiefe: < 1 m     Kurdu, Faddhippolhu-Atoll, 2000

Die Radiärrippen schlängeln sich förmlich vom Zentrum weg. Sie sind gezähnt.

Eine seltene Art, die aber über den gesamten indopazifischen Raum verbreitet ist. Ihr Durchmesser erreichte immerhin 25 cm, sie lebten in den lichten Tiefen am Riff wie all die anderen Arten. Die Pilzkoralle ist erstaunlich schwer.

Zur Identifizierung für das Bild wurde sie dort hingelegt. Sie ist seltener und ob sie El Niño überlebt hat, ist schwer zu sagen.

Es gibt zwar nach der Erwärmung und dem Korallensterben noch viele Pilzkorallen, aber diese Art wurde vom Autor noch nicht wiedergesehen.

Vorkommen: Indopazifik, Rotes Meer.

7-Pilzkoralle -  Fungia scutaria Lamarck, 1801

E: Porous star coral

Durchmesser: ca. 12cm, Tiefe: < 1 m           E>Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993

Pilzkoralle-Fungia scutaria Lamarck, 1801

Durchmesser: ca. 12 cm, Tiefe: <1 m      Embudu, Süd-Male-Atoll, 2009

Kaum zu verwechseln ist diese Koralle mit den leicht gewellten und gezähnten Septen, die die kräftigen Zähnchen umgeben.

Diese Pilzkoralle ist eher selten am Riff zu finden. Vielleicht gibt es sie ja nach. In drei mal drei Wochen Urlaub auf den Malediven nach dem Frühjahr 1998 War diese Art allerdings nicht mehr zu finden.

Wahrscheinlich war diese Art auch vorher schon immer selten. Zwar leben Pilzkorallen auch noch in 15 m Tiefe, aber die meisten Arten benötigen doch mehr Sonnenlicht und leben weiter oben am Riff.

Warum manche Pilzkorallen zum Teil violett gefärbt sind, ist nicht genau bekannt. Vielleicht ist es ein Indikator für Stress.

Vorkommen: Gesamter Indopazifik.

Durchmesser: ca. 10 cm, Tiefe: < 1 m                  Angaga, Ari-Atoll, 1996

8-Pilzkoralle - Fungia simplex (Gardner, 1905)

E: No common name in Einglish!

Länge: ca. 40 cm, Tiefe: 3 m                 Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Pilzkoralle-Fungia simplex

Vorkommen: Gesamter Indopazifik.

Länge:: ca. 30 cm, Tiefe: 2 m                    Vilamendhoo, Ari - Atoll, 2010

Länge:: ca. 30 cm, Tiefe: 2 m                      Ellaidhoo, Ari - Atoll, 1995

8 a-Pilzkoralle -  Hilomitra pileus Linnaeus, 1758

E: No common name in Einglish!

Durchmesser:: ca. 10 cm, Tiefe: <1 m    Dhigufinolhu, Süd-Male-Atoll, 1990

Pilzkoralle -  Halomitra pileus Linnaeus, 1758

Vorkommen: Gesamter Indopazifik .

Nie wieder wurde diese doch sehr anders aussehende Koralle nach 1990 trotz aller Aufmerksamkeit am Riff gefunden.

9-Anemonenpilzkoralle - Heliofungia actiniformes
(Quoy &Gaimard, 1833)

.E: No common name in Einglish!

Durchmesser: ca. 30 cm, Tiefe: 1 m           Ari-Beach, Ari - Atoll, 1992

Anemonenpilzkoralle - Heliofungia actiniformes (Quoy &Gaimard, 1833)

10-Bumerangkoralle -  Herplitha limax (Esper, 1797)

.E: No common name in Einglish!

Länge: ca. 40 cm, Tiefe: < 1 m                 Vilamendhoo, Ari - Atoll, 1997

10-Bumerangkoralle -  Herplitha limax (Esper, 1797)

Länge: ca. 40 cm, Tiefe: < 1 m              Vilamendhoo, Ari - Atoll, 1997

Länge: ca. 40 cm, Tiefe: < 1 m              Vilamendhoo, Ari - Atoll, 1997

Wie die anderen Solitärkorallen liegt diese Art lose auf Korallengeröll und festeren, nicht so sandigen Böden. Im Gegensatz zu den anderen hat sie aber mehrere Polypenzentren entlang der Körperachse.

Von der zentralen Rille gehen sich teilweise überlappende Septen aus. Diese laufen an den Rand und setzen sich auf der Unterseite des zungenförmigen Körpers fort.

Sie ist seltener zu finden obwohl sie weniger Ansprüche an die Lichtverhältnisse stellen als alle anderen Fungiaarten. Hat man aber eine entdeckt, finden sich im Umkreis weitere. Oft sind sie in anderen Korallen regelrecht hineingewachsen.

Wenn dunkle Wolken am Nachmittag den Himmel verdunkeln, lassen sich viele Korallen von den Lichtverhältnissen täuschen. Sie strecken vorzeitig ihre Tentakel aus.

Die Korallenpolypen fressenden Falterfischarten sind dann besonders aktiv. Normalerweise haben sie sich ja schon in ihr Nachtquartier zurück gezogen, wenn die Korallen ihren ersten Hunger stillen.

Fungiakorallen müssen so scheußlich schmecken, dass sie kaum natürliche Feinde im Gegensatz zu allen anderen Korallen haben.

11-Zungenkoralle  Polyphyllia talpina (Lamarck, 1801)

Vorkommen: Indopazifik, Rotes Meer.

E: Slippercoral

Länge: ca. 25 cm, Tiefe: <1 m             Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

11-Zungenkoralle-Polyphyllia talpina (Lamarck, 1801)

Länge: ca. 25 cm, Tiefe: <1 m                     Angaga, Ari-Atoll, 1996

Es ist die einzige Pilzkoralle die auch am Tage die Tentakel herausstreckt.

Die Farbe variert zwischen cremefarben, grau oder grünlich sein.

Ihnen fehlt die lange Furche auf dem Rücken wie bei den anderen beiden hier gezeigten länglichen Pilzkorallen.

Sie werden bis 50 cm lang.

Mit ihren Tentakeln fangen sie Plankton und leben von den Stoffwechselprodukten der Zooxanthellen.

Sie werden bis 50 cm lang.

Alleine in dieser Gattung gibt es drei Arten. Hier auf den Malediven scheint nur die abgebildete Art T. talpina vorzukommen.

Rotes Meer, Indopazifik bis Australien und Tonga.

Die Tentakel in Nahaufnahme

Länge: ca. 25 cm, Tiefe: <1 m             Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

Die Unterseite der Koralle

Länge: ca. 25 cm, Tiefe: <1 m             Embudu, Süd-Male-Atoll, 2008

12-Robuste Pilzkoralle  Sandalitha robusta (Quelchen, 1886)

E: Bowl coral

Durchmesser: ca. 0,75m, Tiefe: 3 m             Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Robuste Pilzkoralle  Sandalitha robusta (Quelchen, 1886)

Die Überraschung war groß, als im touristisch so abgegrasten Ari-Atoll 1997 die Größte aller Solitärkorallen gleich mehrfach zu finden war, genau ein Jahr bevor die Korallen abstarben.

Die Insel Vilamendhoo war auch gerade erst für den Tourismus erschlossen worden. Diese Art erreicht einen Durchmesser von 75 cm.

Der daneben gelegte Fotoapparat hat eine Breite von 22 cm. Somit lässt sich die Koralle auf den Bildern oben mit 68 cm genau bestimmen.

Durchmesser: ca. 0,75m, Tiefe: 3 m           Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Durchmesser: ca. 0,75m, Tiefe: 3 m              Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Wie die anderen Bilder zeigen, hat die Robuste Pilz-, Hut- oder Korbkoralle die unterschiedlichsten Wuchsformen. Sie werden in erster Linie vom Untergrund bestimmt.

Die Wände der großen Exemplare sind erstaunlich dünn. Kleine Fische verstecken sich unter ihnen und legen im Schutz der unbeweglichen Koralle ihre Eier ab.

Die Form gibt der Koralle die Steifigkeit. Die kleineren Korallen sind sehr schwer. Die bräunlichen Oberflächen sind rau. Diese Koralle besteht aus vielen Polypen.

Vorkommen: Indischer Ozean und östlicher Pazifik bis Tahiti.

Durchmesser: ca. 0,75m, Tiefe: 3 m              Vilamendhoo, Ari-Atoll, 1997

Unbestimmte Pilzkorallen - wer kann helfen?