Handbuch der Malediven

Handbuch der Malediven

Kapitel 5: Weichltiere

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Wirbellose - Invertebrata

Unterabteilung Zweiseitentiere - Bilateria

Stamm Weichtiere - Moluska

Klasse Kopffüßler - Cephalopoda

Ordnung Tintenschnecken - Sepioidea

Tintenschnecken  Sepioide

Scheu sind sie, intelligent und neugierig. Mühelos halten sie eine gehörige Fluchtdistanz ein ohne wirklich zu fliehen, beobachten aus wachsamen Augen, bereit, mit kräftigem Rückstoß bei den geringsten Anzeichen von Gefahr blitzschnell zu verschwinden. Sie sind Einzelgänger und nur zum Ablaichen kommen sie in kleinen Schulen an die Riffe. Bis über 100 m Tiefe jagen sie in Bodensee nach Krebsen und Fischen.

 

Aus der Aquariumhaltung weiß man einiges über Wachstum und Alter: Eier werden an festen Gegenständen angeheftet und bereits nach einem halben Jahr sind sie zu 10 und nach einem ganzen zu 17 cm großen Sepias oder Tintenschnecken herangewachsen. Sterben sie nach 2 bis 3 Jahren, können sie 35 cm lang sein.

 

Vorkommen: Indopazifik und Rotes Meer.

E: Pharaoh cuttelfish

Pharaonen - Tintenschnecke  Sepia pharaonis  Ehrenberg, 1831

E: Pharaoh cuttlefish

Größe: 30 cm, Tiefe: 1 m                                                                           Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1993

Pharaonen -Tintenschnecke  Sepia pharaonis Ehrenberg, 1831

Größe: 20 cm, Tiefe: 1 m                                                                           Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1994

Größe: 30 cm, Tiefe: 1 m                       Kuramathi, Rasdoo-Atoll, 1988

Irgendwie sind Kraken, Tintenschnecken und Kalmare an ihrer Umwelt sehr interessiert - oder schlichtweg neugierig. Sie wahren zwar eine gewisse Fluchtdistanz, sehen aber aufmerksam zu, was diese seltsamen Wessen da so treiben.

 

Die Tintenschnecken oder Sepias haben 10 Arm. Acht große am Kopf und 2 keine in Manteltaschen versteckt. Sie haben je nach Größe der Beute zwei Fangmethoden. Bei kleineren Beutetieren wie Garnelen und Krebse schießen Fangarme hervor . Die kurzen Arme werde abgespreizt und die beiden längsten greifen die Beute. Die anderen Arme halten dann fest und reichen sie an die kurzen weiter.

 

Ist die Beute größer und in der Lage seine Tentakel zu verletzen, „springt“ er sie mit acht Armen gleichzeitig an. Der scharfe Schnabel reißt sie auf und ein eingespritztes Nervengift zersetzt das gefangene Tier und löst es im Inneren auf. Das Aussaugen kann mehr als eine Stunde dauern.

 

In freier See werden sie bis zu 42 cm Körperlänge. In Aquarien erreichen sie nicht mal die Hälfte. Tauchtiefen bis 130 m sind bekannt. Drei verschiedene Sepias sind bekannt, die mit Sepia pharaonis I (Rotes Meer und Persicher Golf), S. pharaonis II (Thailand, Japan, Australien) und S. pharaonis III (Indischer Ozean, Andamanensee) wo sie sehr häufig sind.

Größe: 20 cm, Tiefe: 1 m                                                                           Ellaidhoo, Ari-Atoll, 1995