Bestimmung einiger Vogelarten

Vogelbestimmung

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Ordnung Sperlingsvögel Passeriformes
Unterordnung Singvögel Passeres

Familie der Sperlinge - Passeridae

Gattung Passer
Haussperling - Passer domesticus

Familie der Sperlinge Passeridae

Arten

Herkunft des Namens

Gattung Passer

                                        Art: Haussperling Passer domesticus

                                        Art: Feldsperling Passer montanus

Was, sie kennen nur den Haussperling? In der Familie der Sperlinge – Passeridae gibt es aber in 11 Gattungen 48 Arten.

Na gut, muss man auch nicht. Die meisten Arten finden sich ja auch in den anderen Kontinenten. In Mitteleuropa sieht man noch den Feld-, den Weiden- und den Italiensperling – wenn man Glück hat und überhaupt darauf achtet.

Im althochdeutschen heißt zappeln „ sparo“  (nicht weit weg von englischen sparrow). Im mittelhochdeutschen hieß es dann „ spar“. Jetzt fehlt nur noch die Verkleinerungssilbe  -ling und heraus kommt Sperling.

Maskuliner Haussperling - Passer domesticus

Hierachien

Geschlechtsdimorphismus

Er ist der Boss (Bild oben). Uneingeschränkt. Er ist in der Hierachie des Trupps von ca. 30 Sperlingen der Chef. Zu erkennen ist er an dem schwarzen Brustschild. Kein weiterer männlicher Vogle in seiner Truppe ist so tief schwarz gefärbt. Logisch, wenn es so etwas seltenes wie süße Kuchenkrümel gibt, dass er als erster zum Fressen kommt.

Wir kennen uns. Seit mehr als 2 Jahren wird seine Bande durchgefüttert. Alles wird ausprobiert, im Sommer und im Winter. Verspätet man sich mit dem Futter, klopft die Spatzenbande an die Scheibe und macht einen Höllenlärm. Sie sind fast handzahm geworden und fliegen kaum noch weg wenn es nur was zum Fressen gibt. Erstaunlich wie wenig man über den bekanntesten und ältesten Kulturfolger der Menschheit weiß.

Geschlechtsdimorphismus bedeutet nichts anderes als das Mänchen und Weibchen unterschiedliches Aussehen und Verhalten haben, unabhängig von den primären Geschlechtsmerkmalen.

Auf dem Bild unten ist das hellere Weibchen deutlich anders gefärbt und gezeichnet als das Männchenhier oben.

Die Geschlechter - in der Mitte das Weibchen - sind leicht auseinander zu halten. 800 mm -Teleobjektiv

Links der Kopf eines Weibchens im Vergleich zu den viel farbfreudigeren Männchen mit dem schwarzen Brustschild

Verbreitung

Berlin - die Spatzenhauptstadt Deutschlands?

Da steigt man nun das Erste mal im Leben in Kabul am Hindukusch aus dem Flugzeug und wer hoppelt da im charakteristischen Doppelsprung über das Flugfeld? Ein Spatz! Und das sollte das große Abenteuer werden?

Hier, an der südwestlichen Stadtgrenze in Zehlendorf, gibt es viele Spatzen, hunderte. Hier stehen viele Pferde, es gibt viel grün. Doch wo bauen sie ihre Nester? Es gibt kaum alte Bauten und alle haben Flachdächer.

Sperlinge sind auf der ganzen Welt anzutreffen. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Eurasien und Afrika, wobei Afrika das Herkunftsland zu sein scheint. Siedler haben die Spatzen auch nach Amerika gebracht, wo die Sperlinge hervorragende Lebensbedingungen vorfanden und sich schnell verbreiteten. Sie haben sogar Mittelamerika erobert.

Auch in Australien und Neuseeland ist der Haussperling mittlerweile weit verbreitet.

In Hamburg und in München gibt es kaum noch welche. Da gab es einen Rückgang von 85%. In St. Georg, gleich hinter dem Hamburger Hauptbahnhof gibt es gar keine mehr. Der Spatz steht auf der Vorwanstufe der Roten Liste gefärhderter Arten,

Doch auch in Berlin hat die letzte Zählung einen Rückgang um

Zwei männlich Spatzen mitten im Paradis

Seit mehr als 10.000 Jahren hat sich der Spatz dem Menschen als Kulturfolger angeschlossen. Seit vielen Jahrzehnten ist er aus den großen Städten vor allem im westlichen Europa jetzt verschunden. Er findet dort kaum noch Nistpläzte zumal er gerne in Kolonien brütet. Ansonsten fühlt sich der Spatz in der Großstadt wohl.

 

Anpassungsfähig wird er hier zum Allesfresser. Sonst lebt er, wenn die Brut großgezogen zo 30% wird, von Raupen und Insekten und den Rest von Körnern und Sämereien aller Art. Spatzen haben eine Lebenserwartung von 3 Jahren. Sie wiegen um 30 gr., sind bis zu 16 cm lang und die Flügelspannweite erreicht 23 cm.

 

Auf Balkon und Terrasse werden hier seit Jahrzehnten Spatzen ganzjährig gefüttert. Dabei ließen sich erstaunliche Beobachtungen machen. So knipsen sich sich junge Triebe von Lavendel ab und Polstern damit die Nester aus, wenn sie Junge haben und bekämpfen damit Milben.

Nahrung

Kuchenkrümelvernichtungshausspatz

Spatzenkrieg I

Spatzenkrieg I

Da erklärt doch einer der erfahrensten und erfolgreichsten Feldherren des 18. Jhds den Spatzen tatsächlich den Krieg. Es war Friedrich II. , damals, 1744, da war er noch König in Preußen.

Friedrich der Große verlor die Schlacht. Jeder Haushalt mit einem Mann oder erwachsenen Sohn hatte erst 6, später 10 Spatzenköpfe bei der Obrigkeit abzuliefern. Wer das nicht tat, hatte eine Steuer zu entrichten. Die Angst ging um, die Vögel fräßen den Baueren das Getreide weg.

Spatzenkrieg II

Auch Mao, der Allwissende; zettelte 1958 einen „Spatzenkrieg“ an. Neben Ratten, Fliegen, Stechmücken wollte er vorallen den Feldsperling in der „Kampange zum Töten der Spatzen“ (消灭麻雀运动) ausrotten. Das ging näturlich gründlich schief. Erst nach seinem Tod 1960 stellte die Regierung klar, dass der Sperling zu den Nutztieren gehört und die Einbrüche in den Erten durch die verringerte Population gewaltig waren.

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Story I

Story II

Story III

Hollywoodspatzen

Loretta am Wannsee, Biergarten I

Loretta am Wannsee, Biergarten II

Man stelle sich vor, ein deutscher Filmregisseur käme auf die Idee, mit einem Kapitän Spatz einen Piratenfilm zu drehen. Bekäme der Geld?

Drei Damen kommen offentsichtlich von einer Dampferfahrt zurück und holen sich wahre Schlachtschiffe von Torten am Tresen. Sie bringen die Teller ca. 10 m weit auf einen Tisch.

Die Dame war schon ziemlich betagt, zu grell geschminkt und gekleidet, offentsichtlich einsam. Sie holte sich ein Bier - und alle der vielen Spatzen folgten ihr.

Die Amis können das. Sie nennen ihn einfach Captain Sparrow und Jonny Deep darf mit rollenden Augen die Caribe unsicher machen.

Sie gehen zusammen noch mal weg, um die Kännchen mit Kaffee zu holen. Sie hatten sich kaum einen Meter vom Tisch entfernt, da flogen mehr als 100 Spatzen ein. Von den Tellern war nichts mehr zu sehen, nur noch Vogellaiber.

Kaum saß sie und schon waren alle Stuhllehen und der Tisch voll von Spatzen. Man kannte sich. Die Frau holte zwei gekochte Pellkartoffeln aus einer Tüte und legte die Arme auf zwei Stuhllehen neben sich, in jeder Hand eine Kartoffel.

Alles lachte, keiner schritt ein. Die Damen hatten den Tresen noch nicht erreicht, da waren selbst die Kuchengabeln schon sauber abgefressen.

Da standen sie nun, fassungslos, mit ihren Kännchen, Milch, Tassen in der Hand vor leeren Tellern - und den grinsenden Biertrinkern.

Das kann man mit Berliner Spatzen nun wirklich nicht machen!

Im Nu hatte sie auf jedem Arm mehr als 20 gierig pickende Vögel zu sitzen. Beifall heischend sah sie sich um. Keiner nahm Notiz. Es ist in Berlin leichter, sich mit einer Schar von Spatzen anzufreunden, als jemand zum Reden zu finden.

Epilog

6,5 km weiter, zuhause auf der Terrasse, sahen sich die Spatzen eine Pellkartoffel nicht einmal an.

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Aus dem Nest gefallen

Die zweite Brut Anfang Oktober. Nun gibt es nur noch eines: fressen, fressen, fressem.

Junger femininer Sperling. Die Berliner sagen Spatz.

Junges Weibchen, Park Sanssouci

Adultes Weibchen, Berlin-Wannsee

Schwierig, die Balance zu halten. Junges Männchen, 2. Brut, Mitte Oktober

Es ist der gleiche Spatz wie oben

Hier, auf der Weistseite, fressen die dominanten Männchen. Am gleichen Ball auf der Ostseite sind es eher Jungvögel und kleinere Weibchen. Oft brauchen sie nur ein paar Stunden und der Meisenknödel ist alle.

 

Jetzt im Herbst sind die Spatzen dick und rund geworden. Aber wenn es richtig kalt ist, ist kaum mal ein Vogel zu sehen. Es scheint, als ob sie sich vom Stadtrand hier in die Innenstädte zurück ziehen. Dort gibt es immer viele dieser munteren Gesellen. Berlin ist sowas wie die Spatzenhauptstadt Deutschlands.  Z. B. in Frankfurt a. M. sollen sie kaum noch anzutreffen zu sein.

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