Motel Fortuna Verde 2015

Ciudad Neily

Das ist alles: Ciudad Neily

Herr Nilsson im Motelgarten Eurotica

Was zieht einen nur immer wieder in dieses gottverlassene Nest im Süden Costa Ricas, 16 km vor der Grenze zu Panama, weit ab vom Meer? Man betritt nicht einmal den Ort, höchstens mal, um im Super Eiswürfel, Wasser, Galletas (Kekse) und Bananen zu kaufen.

 

Wie man auf den Ort, die Gegend kam? Also das ist ganz einfach. Da war Uta. Die hat hier 5 km vor dem Ort im Motel Eurotica für Lilian, der Belgierin, gekocht, dann in der Finca Bavaria, danach bei Manfred. Utas Bruder, Siggí, züchtet hier Rotstielpalmen und der kannte Manu. Und Manu steht heute noch nicht mal im Internet. Alles klar?

 

Hier regnet es in der Trockenzeit schon kurz mal und die Gegend ist tropisch Grün. Und der Berghang, von dem die Aufnahmen gemacht sind, konnte ja nicht mit dem für die Tierwelt so tötlichen Ölpalmen  bepflanzt werden. So kommt es, das es hier die letzten frei lebenden Totenkopfäffchen noch gibt.

 

Nach dem Lilian starb, schloss das Eurotica, aber neben an machte das Fortuna Verde auf und 2016 übernahm es die Räume der Nachbarn. In den Gärten kommen beim Frühstück die Affen fast an den Tisch.

 

Als erfahrener Reisender nutzt man diese gute Übernachtungsmöglichkeit sozusagen als Basislager. Von hieraus geht es dann bequem zum Parque Wilson, nach San Vito und weiter in die Cordillera de Talamanca, mal in Bananenplantagen auf dem Weg nach Zancudo, nach Golfito - und nach Manu.

 

Aber das ist eine andere Geschichte,

Man sieht dem Bild die Hitze nicht an, aber da unten weht kein Lüftchen

Besser läßt es sich hier oben im Mirador aushalten.  Der Klimaunterschied ist gewaltig wenn es auch nur 200 oder 300 Meter Höhe sind. Wie überall in den Tropen, hier kann man wohnen.

 

Im La Torre gibt es gutes Essen. Das Filet Mignon ist hervorragend zubereitet (6000 Colones = 12 US $), das Bier ist eiskalt (2 $). Der Ausblick ist gewaltig. Man sitzt direkt an der Balustrade.

Der Hang ist mit immergrünem Regenwald bewachsen, das letzte  Rückzugsgebiet der Totenkopfaffen

Was muss hier vor den Ölpalmen im Urwald für ein Leben gewesen sein. Vom Mirador kann man die ganze Misere mit einem 800-mm-Objektiv sichtbar machen. Man muss nur den Dunst rausrechnen. In der Mitte des Bildes, die Stangen dort, sind abgestorbene Ölpalmen.

 

Das geschiet so nach 15 Jahren. Die Palme trägt die ersten Früchte nach 5-8 Jahren. Der Urwald könnte also um 1990 herum gerodet worden sein. Schlimmer geht es nicht. Ein Verbrechen an der Menschheit.

Das ist das grüne, umweltbewusste Costa Rica heute. Wo an der südwestlichen Küste einst Urwald war, gibt es nur noch diese ökologische Wüste mit den genetisch identischen Ölpalmen. Aber Recht haben die Maketingleute: Grün ist das Land sie ja.

Motels in Ciudad Neily

Zierbanane im Motelgarten

Fortuna Verde 2016

Eigentlich gibt es keinen Grund, sich in diesem heißen Ort aufzuhalten. Aber man kann es gut als Basis nutzen. An einem Tag sind die umliegenden Ziel nicht anzusteuern.

 

In die Berge geht es auf kurvenreicher Straße - heute ganz ohne Schlaglöcher - vorbei an dem Mirador, zum Parque National Wilson, San Vito, in den Parque National La Amistad in den Cordillera de Talamanca - was für ein Name!

 

Dann zur Grenze nach Panama und nach Manu und Zancudo. Und nach Golfito ist es auch nicht weit.

Es war einmal: Eurotica
Fortuna Verde

Im Garten Eurotica 2016

 

Kein Schwein fährt nach Zancudo

Irgendwo in der Nähe muss das

Ende der Welt sein. Hier fährt nur

hin wer nicht ganz dicht ist. Weder

auf Landkarten noch bei Google

Earth sind Wege an den Golfe

Dulce, nach Zancudo,

eingezeichnet.

Reise in den Süden

(Im Gepäck: 2 Turn- eine Badehose, 3

Hemden, Zahnputzzeug, an den Füßen

Klapperschlangentottretertreckingsandalen).

 

Von Jacó bis zur panamaischen

Grenze sind es ungefähr 320 km. Die

Fahrt geht über Parita nach Quepos

bis Dominical. Diese ersten 100 km

führen nur an genetisch identischen

Ölpalmen in endlosen Plantagen vor

bei.

 

Das war einmal wertvoller

Küstenregenwald. Was müssen da

mal für Tiere gelebt haben! Die

Vernichtung von Biodiversität auf der

ganzen Welt ist ungeheuer.

Ölpalmenplantage

Als Lillian, die Belgerin starb, wurde Eurotica bald geschlossen. Es gab nicht viel Touristen in der Gegend und die einfachen Zimmer wurden an Handelsreisende oder Regierungsleute vermietet.

 

Der Clou waren die Totenkopfäffchen. Der kleine tropische Garten liegt zwischen der lauten Panamericana und dem Regenwald an steilen Hängen Berghängen dahinter. Morgens um 5 kannen die Äffchen aus dem Wald - wenn es Bananen gab.

 

Die Köchin konnte sie rufen, ihr fraßen sie aus der Hand. Dann war Schluss.

Links daneben machte dann eine ähnlicche Anlsge auf: Fortuna Verde. Die Zimmer moderner und mit WLAN. Es kamen auch Kolibris und Totenkopfäffchen zum Frühstück aus dem Wald.

 

2016 dann fiel die Mauer zwischen den beiden Grundstücken und die Räume des Eurotica wurden mitvermietet, einfach alles, sauber und sicher.

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