Costa Rica

 

 

Städte, Parks und Landschaften

Playa Hermosa

Das ist alles. Ein paar Häuser, einige Restaurants an der Costarenena Sur, der Küstenstraße, und der ca. 8 km lange Strand. Bis ganz hinten fahren nicht mal die Surfer den staubigen Weg entlang. Aber dort ist man ganz alleine. Im Gegensatz zur überlaufenen Jacó Bay, keine 7 km weiter nördlich. (2016)

Playa Hermosa bei Sonnenaufgang 2006. Da gab es noch jede Menge Tiere entlang der Küste. So ein gelbes Sonnenlicht sieht man in Europa fast ingendwo mehr. Es bedeutet, dass keine Schadstoffe in der Luft sind.  Bei uns - und fast überall auf der Welt - sind die Sonnenauf- und untergänge durch Schmutzpartikel in der Luft orangerot. Je mehr Schadstoffe in der Luft sind, desto intensiver die Verfärbung.

Erst 2007 wurde vorne an dies kleine Ferienhaussiedlung gebaut. Jetzt gibt es ca. in der Mitte noch ein keines Hotel, das die ganze Woche leersteht und nur am Wochenende von den Ticos aus der Hauptstadt frequentiert wird. Zwei Surfschulen haben sich angesiedelt.

Entlang der Küste führt ein staubiger Weg. Je weiter man ihn hinunter fährt, um so weniger Leute trifft man. Hauptsächlich Wellerreiter kommen hier her; manchmal auch Angler.

 

Recht fährt man an den Dünen und links an Weidezäunen entlang. Vom Standpunkt oben aus bis zum Palmenhain hinten sind es 9 km. Von Jacó bis hier her ebenfalls.

Etwa auf der Hälfte des Weges bis zum Palmenhain gibt es an Holzmasten Stromleitungen. Dort sitzen im Frühjahr gegen Abend die Besucher aus dem Norden: Schwalben.

 

Es scheinen Cliff- und Rauchschwalben zu sein. Sie waren auch 2016 noch da. Alle anderen Vögel sind verschwunden.

 

Die Schwalben sitzen wie Noten auf dem Blatt. Die Staubwolken der utos scheinen ihnen nichts auszumachen. Steigt man aus, schauen sie neugierig herunter.

 

Gewaltige Veränderungen

 

Die 9 km staubigen Weges haben es einem angetan. In den 10 Urlauben von 2002 bis 2016 ist man hier beinahe jeden zweiten Tag entlang gefahren. Was war das für eine Fotoausbeute zu jeder Tageszeit!

 

Und hinten, an den Palmen, konnte man völlig ungeniert mal kurz in die Wellen springen.

 

Auf jedem zweiten Zaunpfahl saß ein Tier. Mal eine Schneckenweih, meistens große Schwarze Leguane.

 

Selbst diese Iguanas negras gibt es kaum noch.

Am südlichen Ende der Piste haben haben die Campesinos entlang des Zaunes eine Agavenart gepflanzt. Die hat solche Stacheln, dass da kein Rind durchkommt. Und auf den Zaunpfählen saßen Raubvögel und Leguane und hatten den Überblick. Es war einmal…

Bis 2007 brauchte man den Weg nur entlang fahren

und aus dem Fenster hatte man auf den

Zaunpfählen und den Stromleitungen Vögel und

Echsen ohne Ende.

 

Dann, 2013 zurückgekehrt, wurden es immer

weniger Tiere. In allen Urlauben kam man

mindestens jeden zweiten Tag hier vorbei zum

Baden. Nie ohne Fotoausrüstung.

 

Jetzt, 2016, gab es nur noch die Schwalben am

Abend auf den Drähten. Sie erinnern an Musiknoten,

wie sie so da sitzen.

 

Auf den Zaunpfählen gab es auf der ganzen Strecke

vielleicht noch zwei Schwarze Leguane und die

waren obendrein noch klein. Keine Riefenschnabel-

Anis, keine Caracaras, keine Bussarde mehr. In den

Bodenmulden stand kein Wasser aus denen das

Vieh trank, ergo gab es auch kaum noch Reiher. Es

regnet nicht mehr genug!

Im ganzen Land ist eine drastische Abnahme von freilebenden Tieren zu beobachten. Die beiden Bilder sind von

2006. Auf den Zaunpfählen hatten sie doch so eine gute Sicht über das Gelände.

Unter den Palmen kann man den

Wagen halbwegs im Schatten

parken.

 

 

 

Aus dem Treibholz wurde ein

größerer Baumstamm zum

Ablegen der Sachen ausgesucht

 

Das Holz muss vor 2002 hier bei

einem schweren Unwetter

angespült worden sein. Da war es

noch frisch und schwimmfähig.

 

 

 

 

Jetzt ist es porös und geht unter

wenn es ins Wasser kommt.

Lange hält man es ohne Schatten

hier nicht aus. Es ist zu heiß.

Schnell mit den Sandalen an die

Wasserlinie, kurz gebadet und

Wasserlinie, kurz gebadet und

wieder weg.

 

Richtig erfrischend ist das auch

nicht. Das Wasser hat 29° C.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Strand bei Ebbe. Beide Bilder

von der gleichen Stelle

Blickrichtung Norden

aufgenommen.

 

 

 

 

 

Das untere Bild ist bei einer hohen

Flut, verursacht durch den

Vollmond, aufgenommen.

Es ist unmöglich, in diesem

brodelnden Wasser reinzugehen.

Es ist zwar nur knietief, aber es

werden nicht schwimmfähige

Hölzer dort herumgewirbelt, die

ein mühelos das Schienbein

zertrümmern können.

 

So drei Tage, um den Vollmond

herum, kann das Meer ganz

schön wild sein.

Sonntags, wenn der Vater frei hatte, traf man hier auch mal Angler. Die

Geschichte ist (bald) hier nachzulesen.

Zwei Tage lang hatten sich die

Rabengeier immer an der gleichen

Stelle fast bewegungslos

aufgehalten. Dann waren sie weg.

 

Man musste schon einen Stein

werfen, um sie auffliegen zu

lassen.

 

Sie saßen einfach da und

warteten.

 

Bestimmt hatten sie in der Herde

ein krankes Tier ausgemacht und

warteten auf dessen Ende.

 

Bei der Anzahl der Aasfresser

dürfte nach eine Stunde von dem

Kadaver nichts mehr übrig

gewesen sein.

 

Rabengeier haben was

unheimliches an sich. Selbst wenn

sie alle auf einmal sich über Aas

hermachen, geben sie keinen Laut

von sich. Und sie warten mit

großer Ausdauer auf den Tod.

 

Die Aufnahmen sind von 2014.

Der schönste Anblick am (fast Privat-) Strand waren die Ketten der

Pelikane, die im 10-Minuten-Abstand ohne Flügelschlag in der Termik

hier vorbeizogen. Die Population war 2007 aus unbekannten Gründen

eingebrochen.

 

9 Jahre hat es gedauert, bis es wieder Pelikan gibt, aber die Anzahl hat

noch nicht den Stand vor 2006 erreicht.