Sanssouci

1750-1801

Sanssouci

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Neues Palais

Die Bezeichnung der Bauteile des Neuen Palais

Oktober 2007

< Norden               Heinrichsflügel                 Mittelrisalit mit Ehrenhof     Theaterflügelflügel     Süden >

Die Westfassade des Neuen Palais (zusammengesetzt aus 2 Fotos )

Die Zeichnung ist nicht genau Maßstabsgerecht, zeigt aber die Symmetrie des Bauwerkes

Juli 2012

< Süden   Friedrichsflügel                                   Hauptbau Mittelrisalit            Hofdamenflügel Norden >

                                        Südliche Gartenseite                                   Nördliche Gartenseite

Die Himmelsrichtungen entsprechen hier denen in der Zeichnung oben:

Die Ost- oder Gartenansicht des Neuen Palais

Das Neue Palais ist das größte Gebäude im Park Sanssouci und gilt als das bedeutendeste Schloss im Stile des preußischen Barocks. Es ist 220 Meter lang und hat mehr als 200 Räume, 4 Festsäle und ein Rokokotheater. Die Kuppel hat eine Höhe von 55 m. Der Bau des Schlosses wurde, wie die Communs und die Kolonnaden, 1763 begonnen und 1769 fertiggestell. Es diente als Sommergästehaus Friedrich II., des Alte Fritzens.

 

Kaiser Wilhelm II. machte es zu seiner Sommerresidenz und wohnte hier von 1888-1918. Das Neue Palais dient heute als Museum. Die prachtvollen Räume können besichtigt werden. Fotografieren kostet natürlich extra.

 

Der preußische Staat hat sich hier ein architektonisch ziemlich überladenes Ensemble in den märkischen Sand hingestellt, das eigentlich für die damalige Monarchie viel zu groß war. Hat sich Friedrich der Große hier als siegreicher Feldherr ein Denkmal gesetzt? In den Kartuschen am

Mittelrisalit steht "NEC SOLI CEDIT" - Selbst der Sonne weicht er nicht.

Die Ehrenhofseite oder die Westfassade

Oktober 2009

Für diesen großen Repräsentationbau gibt es nur einen erstaunlich kleinen Eingang

Oktober 2014

Auf der Kuppel über dem Risalit des Hauptbaus tragen drei Grazien aus Kupfer die Königskrone

Oktober 2014

Der Risalit der Westfassade

Oktober 2014

Das Geld war knapp in Preußen. Gerade, 1763. war

der Siebenjähre Krieg siegreich überstanden und

die Kassen waren leer, das Land ausgeblutet.

Trotzdem sollte der Welt gezeigt werden, was

Preußen zu leisten Imstande war.

 

Aber für echte, teure Ziegelsteine reichte es nicht.

Sie wurden einfach aufgemalt.

 

Heute würde man sagen, die Bauten im westlichen

Teil von Sanssouci kurz nach einem langen Krieg in

nur 6 Jahren bis 1769 hochzuziehen, waren eine

gigantische "Arbeitbeschaffungsmaßnahme."

Oktober 2013

Vor der Westfassade des Neuen Palais zwischen dem Heinrich- (im Bild links) und dem Theaterflügel liegt der Ehrenhof

Oktober 2009

Westfassade, rechts der Theaterflügel. Der Ehrenhof und davor die Mopke, der Fest- und Exerzierplatz mit geteertem Wirtschaftsweg, um während der Bauarbeiten die hochkant verlegten, originalen, gelben

Ziegelsteine zu schonen.

November 2016

Die Westfassade in der Gesamtansicht. Davor die Mopke, der Fest- und Exerzierplatz.  Die hochkant verlegeten gelben Klinker  original. Karl von Gontard soll den Platz 1767/68 angelegt haben.  Über die Bedeutung und herkunft des seltsamen Wortes „Mopke“ ist nichts zu finden. Es scheint aus dem niederländischen zu kommen.

November 2014

Westfassade des Theaterflügel

Hier werden Teile der 155.030.000

€ verbaut. Der Bund, Berlin und

Brandenburg ermöglichen die

umfangreichen Sanierungen mit

einem Sonderinvestitionsprogramm

für die preußischen Schlösser und

Gärten.

 

Die gesamte Bühnen- und

Haustechnik wurde ausgebaut. In

der Ausschreibung des

Bauabschnittes heißt es:

 

"VE 8 Reinigung, Dekontamination,

Maskierung. Reinigung aller Oberfl

ächen im Dach, Schadstoffabreicherung und Maskierung aller verbleibenden

Konstruktionshölzer durch

Intensivreinigungsverfahren, Entsorgung aller kontaminierten Materialien. Arbeiten im kontaminierten Bereich." 

 

Im Dezember 2015 sollte alles fertig

sein. Und warum versperren noch dicke Zäune Ende November 2016 den Blick auf diesen Gebäudeteil?

Mai 2007

Dezember 2016

Südfassade des Theaterflügel

Giebelfiguren

Noch viel Arbeit für Steinmetze

Mai 2007

Die Gartenseite des Neuen Palais

Mai 2007

Friedrichsflügel             Hauptbau               Mittelrisalit Hauptbau               Hofdamenflügel            

                                          Südliche Gartenseite                    Nördliche Gartenseite

Die Ostfassade des Neuen Palais, die Gartenseite

Hauptbau, Südliche Gartenseite

Mai 2007

Mittelrisalit, Gartenseite

Mai 2010

Oktober 2009

Mittelrisalit, Gartenseite

Gartenseite, Hofdamenflügel und Hauptbau nördliche Gartenseite, wie es offiziell heißt.

Figuren an der nördlichen

Gartenseite des Neuen Palais.

 

An der gesamten Ostseite des Schlosses stehen 45

Skulpturen - zweimal gezählt.

Diese Fassadenfiguren sind

aus Cottaer Sandstein

hergestellt. Die meisten sind

aus der Zeit von 1763-1769 und wurden rund 100 Jahre später überholt/ersetzt.

 

Wohl alle Bildhauer der

damaligen Zeit konnten sich

hier verewigen und Preußens

Gloria erstrahlen lassen.

Mai 2007

Südliche Gartenseite vor dem Friedrichsflügel.

Die erste Skulptur: Zwei Nymphen mit Tuchdraperie und einem Quellkrug, Johann Peter Benckert, Kopie.

 

Die zweite Skulptur: Weibliche Figur mit Felldraperie, ausladende Geste, Diademschmuck vor Baumstamm stehend... Tatsächlich kann man das üer jede Figur nachlesen.

Die Balustrade auf der Gartenseite des Neuen Palais

Mai 2007

Die Südseite der Auffahrt zur Terrasse mit der Balustrade vor dem Friedrichs- dem Theaterflügel.

Die Balustrade ist mit sechs Gruppen Kandelaber mit 16 Putten, sechs Einzelfiguren, 14 Vasen und 12 Trophäen reich bestückt. Sie sind aus Sandstein und zwischen 1889 und 1894 gefertigt worden.

Die Ballustrade verdeckt die Auffahrten im Norden und Süden und trägt die Beleuchtung. Parallel zur Terrasse verläuft der Lindstedter Weg, der nach Norden zum Schloss Lindstedt führt.

 

Das ehemalige Gut gehörte dem Oberjäger Lindstedt. Kronprinz Friedrich Wilhelm (später: IV.) erwarb es 1843 und plante es nach seinen Ideen und Plänen von August Stüler (1855). Ausgeführt wurde es von Ludwig Ferdinand Hesse und Ferdinand von Arnim in den Jahren von 1858-1860. Alles was damals Rang und Namen hatte war daran beteiligt.

 

Henning von Treskow hat zeitweise hier gewohnt. 1945 haben die Russen hier ihre Kommandantur gehabt (und die Portikusfiguren auf nimmer wiedersehen mitgenommen), 1953-83 war es Pädagogische Hochschule, dann bis 1994 Gerichtsmedizin.

 

Heute ist es der Tagungsort der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten ("SPSG" - wie sie sich auf Hochdeutsch nennen).

Juni 2011

Balustrade vor dem Hauptgebäude, Gartenseite

Oktober 2009

Auffahrt an der nördlichen Gartenseite vor dem Damenflügel

Mai 2007

November 2016

Mächtige Kandelaber an der südliche Gartenseite

Der nördlichste  Kandelaber

Oktober 2013

Oktober 2013

Noch vieö Arbeit

Ganz schön aufwendig

Der Adler auf der Kuppel

des Friedrichsflügel ist

aus Kupfer und

vergoldet. Ihn schuf

Johann Christian Wohler

d.J.

 

Zufall? Großer preußischer Adler auf

kleiner Welt?

Oktober 2013

Der Adler auf der Kuppel des Friedrichsflügel

November 2016

Links der Lindstedter Allee der Hofdamenflügel mit dem goldenen Adler auf der Kuppel und rechts das Halbrondell  (Bild unten)

Herbstag

November 2016